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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 779

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 779 (sequence 788)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Rosenman, Laski 779 NEVILLE LASKI (England — spricht englisch): Es wurde bereits darüber gesprochen, wie wenig der Name Nichtzionist am Platze ist. Nichtzionist bedeutet etwas Negatives, während, was uns kennzeichnet, etwas Positives ist, eine positive Stellung zum Aufbauwerk in Palästina. In dieser Welt voll Wirrwarr und Leiden stellt die Arbeit in Palästina eine moralische Kraft dar, die das judische Volk zur Erfüllung der Aufgabe und Verpflichtung, die es auf sich genommen hat, vereinigt. Es wird dort nicht nur eine wirtschaftliche Rettung für Tausende von Juden geschaffen, sondern es entstehen auch große kulturelle und geistige Werte, die für das gesamte Judentum von Bedeutung sind. Wir wissen diese Arbeit zu schätzen. Wenn wir auch ideologisch in bezug auf unsere Weltanschauung getrennt sind, so bestehen in bezug auf unsere gemeinsame Aufgabe in Erez Israel keine Differenzen. Ich habe die Berichte der Exekutive über die letzte Arbeitsperiode gelesen und auf dem Zionistenkongieß und bei dieser Counciltagung gehört, und ich muß sagen, daß ich und nieine Freunde den Kongreß bewundern, der so viel erzielt hat. Wir haben die größte Achtung vor den Männern und Trauen, die über diese Arbeit berichtet haben, und bewundern die Größe der Errungenschaften in Palastina. Als Engländer freue ich mich, daß England die Mandatarmacht von Palästina ist. Dennoch müssen wir auch gewisse Kritik an der Regierung üben. Nehmen wir die Frage der Immigration! Obwohl diese zahlenmäßig sehr gediegen ist, steht doch fest, daß mc niedriger ist, als für das Land erforderlich ist. Das muß der Regierung; mit alle:* Deutlichkeit gesagt werden. Wir müssen darauf hinweisen, daß darunter die Entwicklung in Stadt und lind leidet und sich das Verhältnis der Bevölkerung in Stadt und Land zuungunsten des letzteren verschiebt. Die britische Regierung muß in vollem Sinne nicht nur die Verpflichtung des Mandats gegenüber den Arabern anerkennen, sondern auch ihre Verpflichtungen gegen die Juden, so wie die Juden nicht nur ihre Verpflichtungen für sieh selbst, sondern auch der Mandatarmacht gegenüber anerkannt haben. Die Kritik, die wir an der Regierung üben, ist keine kleinliche, sondern eine konstruktive. Wir wünschen, daß die Mandatarmacht das Mandatland mit Erfolg regiert. Wir wenden uns an die Mandatarmacht und erklären, daß nur auf der Grundlage einer vergrößerten Immigration Palästina sich erfolgreich entwickeln kann und daß das nicht nur im Interesse der Juden, sondern auch im Interesse der Araber und der britischen Regierung wäre. Einige Worte über die Lage der Nichtzionisten in der Agency! Viele haben erklärt/daß die Nichtzionistcn ihr Teil nicht in ausreichendem Maße beigetragen haben. Ich will jetzt nicht darauf eingehen, ob das richtig ist oder nicht, möchte aber bemerken, daß, solange die Agency existiert, Zionisten und Nichtzionistcn Hand in Hand für die Erfüllung unserer großen Aufgabe in Erez Israel wirken müssen und daß Gleichheit unter uns herrschen muß. Anschauungen kann es verschiedene unter uns geben dies soll aber nicht zu Konflikten führen, sondern zu einer Harmonie. Vorbedingung hierfür ist freilich, daß wir den Standpunkt der Zionisten schätzen und die Zionisten unseren Standpunkt. Das Endziel, das uns vereint, ist der Aufbau

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