Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 775 (sequence 784)
- Language
- German, English, Hebrew
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Laski, Hyman, Stein, Mereminski 775 zur Verfugung steht, konkrete Fragen herausgreifen und oberflächlich behandeln wurde. Wichtiger erscheint mir, der erfreulichen Tatsache Ausdruck zu geben, daß wir in dieser schweren Zeit hier zur Arbeit zusammengekommen sind und mit dem Bewußtsein nach Hause gehen können, daß wir Juden, wenn auch zerstreut über die ganze Welt, uns in dieser schwere! Zeit doch zu vereinigen verstehen zu fruchtbarer Arbeit. Nur zwei Bemerkungen gestatten Sie mir zu machen: Ich bin Delegierter der Tschechoslowakei und fühle mich verpflichtet, die Mitteilung zu machen, daß die anderen beiden Delegierten, Herr Dr. Popper und Herr Generaldirektor Dr. Weiner, die eigentlich die ersten Delegierten sind, zwei bewährte Kämpfer für unsere Idee, aus familiären Gründen unserer Konferenz fernbleiben mußten. Noch eines möchte ich hervorheben, und zwar wie wohl es mir tut, in einem freien Lande zu sein, mir, der ich aus einem freien Lande komme, der tschechoslowakischen Republik. Diese Tatsache dankbar hervorzuheben, ist gerade in der jetzigen Zeit am Platze, und wenn ich hier hervorhebe, aAl an der Spitze unseres Staates der größte lebende Humanist, Masarvk, sieht (lebhafter Beifall), der unermüdliche Vorkämpfer der Menschenrechte, cier unerschrockene Verteidiger angegriffener Judenehre, so werden Sie mir die Freude nachfühlen können, mit der ich hier diese Feststellung mache. Schließlich möchte ich wiederholen, was ich schon vor zwei Jahren in Prag hervorgehoben habe, daß der nicht zionistische Sektor der Jewish Agency nie zu seiner Geltung kommen kann, wenn wir so desorganisiert h'eiben, wie wir es bis jetzt sind. Herr Max Warburg hat in einer Vorbesprechung darauf hingewiesen, daß die Jewish Agency in Zukunft nicht nach dem Zionistenkongreß, sondern gleichzeitig mit ihm tagen soll. Wir wollen nicht weiter ein Jou-Jou auf dem weltumspannenden zionistischen Reifen sein, das dessen Widerstandsfähigkeit nicht entsprechend stärkt. Wir wollen diesmal auch nicht nach Hause gehen, planlos wie vor zwei Jahren. Wir wollen, daß die Organisierung des nichtzionistischen Sektors endlich durchgeführt wird. Ein Schema dafür kann freilich nicht aufgestellt werden. Die Verhältnisse liegen in jedem Lande anders. Aber um eines möchte ich bitten: Tun Sie das,' was Ihnen Ihr übernommenes Amt unausweichlich als Pflicht auferlegt! Wir wollen mit der Organisierung beginnen und mindestens das tun, was der letzte Verein tut, der weiß, wer seine Mitglieder sind. Wenn hier gesagt wurde, daß die Wahlen diesmal viel korrekter vor sich gingen als bisher, so möchte ich mir noch die Bemerkung erlauben, daß hier nicht alle Delegierten auf Grund vollgültiger Wahlen erschienen sind. Das Gros des nichtzionistischen Judentums hat seine Vertreter nicht gesandt. Und dieses Gros muß sehr gewaltig sein, wenn man bedenkt, daß von 16 Millionen Juden nur 1,200.000 Schekelzahler auf dem Kongreß vertreten waren. Die Zusammenfassung der Nichtzionisten muß uns gelingen, und dann werden wir - mögen wir heißen wie immer — auch als Nichtzionisten der zionistischen Sache gedient haben. (Beifall.) ISRAEL MEREMINSKI (Zionist - spricht jüdisch): Einige Bemerkungen zur Tätigkeit der Jewish Agency und zu ihrer Lage! Es hat keinen Sinn, hier einen Namen für den nichtzionistischen Teil der Jewish Agency