Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 774 (sequence 783)
- Language
- German, English, Hebrew
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774 4. Council-Sitzung: Generaldebatte zu verwalten. Und nun hören wir von Lady Erleigh, daß auch sie das Testament ihres Vaters vollstreckt. Dafür gebührt ihr unser Dank. Zum Schluß muß ich noch Herrn Dr. Senator unseren vollsten Dank aussprechen; denn ihm haben wir es zu verdanken, daß diese Konferenz von uns Nichtzionisten so stark beschickt ist. (Beifall.) NEVILLE LASKI (England — spricht englisch): Ich habe in der letzten Sitzung eine Mitteilung der I. T. A. richtiggestellt. Die I. T. A. hat über eine Äußerung, die ich hier .im Auftrage der Exekutive und nicht als meine persönliche Meinung getan habe, als über meine private Anschauung berichtet. Daraufhin wurde ich von gewissen Zeitungen angegriffen, daß ich diese Mitteilung stilisiert hätte. Ich möchte nochmals feststellen, daß ich für diese Nachricht nicht die Verantwortung trage, sondern nur eine Mitteilung der Exekutive übergeben habe. JOSEPH HYMAN (Amerika — spricht englisch): In der beschränkten Zeit, die den Rednern zur Verfügung steht, können wir nur ganz kurz unsere Genugtuung über den großen Fortschritt zum Ausdruck bringen, der erreicht wurde. Die Berichte der Exekutive, besonders der Dr, Ruppins, haben auf uns. großen Eindruck gemacht. Seit der Errichtung der Agency sind verschiedene Erscheinungen sowohl im Interesse als auch zum Schaden unserer gemeinsamen Arbeit zutage getreten, wir müssen jedoch gestehen, daß wir Nichtzionisten sehr viel von unseren zionistischen Freunden gelernt haben. Ich hoffe, daß sich nun auch der nichtzionistische Teil der Agency sehr aktiv entwickeln wird. Dies bedeutet allerdings nicht, daß schon keine Meinungsverschiedenheiten und keine ideologischen Unterschiede mehr zwischen uns bestehen. Es ist aber meine Hoffnung und Überzeugung, daß aus diesen Diskussionen, wenn sie auf der Grundlage von gegenseitiger Achtung, Toleranz und gutem Willen und aus der Erkenntnis jeder Gruppe geführt werden, daß die andere etwas Bestimmtes zum gemeinsamen Werk beizutragen hat, nicht nur im Wege der finanziellen Hilfe, sondern auch im Wege der wirklichen Dienste — die Agi.ncy von dieser Tagung heraus wiederbelebt werden könnte, und zwar in;iner Form, daß eine Partei mit der anderen nicht über die Fragen legaler oder formaler Rechte oder Privilegien streitet, sondern daß ein gesunder Wetteifer in der Schaffung von realen oder konstruktiven Werken entsteht. Zu keiner Zeit seit dem großen Fortschritt, der in den letzten Jahren in Palästina zu verzeichnen ist, legen diese Möglichkeiten uns eine solche große und bedeutende Aufgabe auf wie jetzt, ganz gleich, ob wir dabei an die von Dr. Ruppin geschilderte wirtschaftliche Entwicklung oder an die von Dr. Feldmann behandelten sozialen Aufgaben oder an Kolonisation oder endlich an Erziehung denken. Wir können alle diese Aufgaben erfüllen, wenn aus dieser Aussprache die gegenseitige Bestätigung des wirklichen Interesses und guten Willens und wirklich des Wunsches hervorgeht, daß jeder Teil dieser Organisation mit seinen verschiedenen Interpretationen und Anschauungen von gemeinsamem Wirken zum Aufbau von Palästina beitragt. (Beifall) DR. VIKTOR STEIN (Tschechoslowakei — spricht deutsch): Es hieße Mißbrauch mit Ihrer Geduld treiben,. wenn ich in der kurzen Zeit, die mir