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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 761

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 761 (sequence 770)
Language
German, English, Hebrew
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Hcxter, Laski, Erlei%h 761 begonnen hat Ich glaube also, es ist eine Schicksalssache. Als ich die Arbeit in Erez Israel zum erstenmal kennenlernte, zum erstenmal meinen Fuß auf den heiligen Boden Palästina, setzte, hatte ich das Gefühl, daß es nichts in der Welt gibt, was mich so erfassen könnte wie der Palästinaau5au f.u«-/as judische Volk Ich spürte damals, wie sehr ich schicksalmaßig mit der Zukunft der jüdischen Rasse verbunden bin, und diese Arbeit wurde zu einem Teil meines Lebens. Ich bin nicht mehr frei in meinem Handeln. Eine große Sache erfaßte midi, und ich diene ihr aus freiem Willen. (Bctfall.) Wir leben heute in einer sehr kritischen Zeit. Finstere Wolken eines jrohenden Krieges ballen sich über Europa zusammen. Der Ruin unseres Volkes dauert unaufhörlich in vielen Ländern an. In der Diaspora gibt es keinen Ausweg und keine Zuflucht für die Kinder Israels. Um dieser Krisis zu entgehen, können wir nur eines tun: konkrete Arbeit für Palästina leisten. Palästina ist in diesen dunklen Tagen der einzige Lichtstrahl für die jüdischen Massen. Wir dürfen uns aber nicht mit konkreter Arbeit in Palästina begnügen, sondern müssen auch auf den Geist achten, von dem unsere Arbeit in Ercz Israel getragen ist. Es soll ein Geist sein, der unserer Rasse Ruhm bringt. Wir haben nicht nur den dürren Boden Palästinas wieder zu beleben, sondern müssen auch unsere Seelen wiederbeleben, damit wir v. ieder ein heiliges Volk werden vor Gott und den Menschen. Dieses Ideal müssen wir unserer Jugend wieder ins Bewußtsein rufen. Es gibt aber nur c:.icn Weg, die Jugend zu beeinflussen, und zwar durch unser eigenes Leben. Worte genügen nicht, wir brauchen Taten. Wie können wir die Immigration sichern, die wir wünschen? Wie können wir die Jugend dazu bewegen, daß sie in Palästina aufs Land geht? Die Jugend will aufs Land gehen, aber wenn sie es nicht tut, so tragen wir die Schuld, die wir nicht genug Geld geben, um die Kolonisationsarbeit durchzuführen. Der Keren Hajessod, dessen Vorsitzende in England ich bin, ist das Finanzinstrument der Agency. Wozu immer wieder neue Institutionen schaffen, viel Zeit und Arbeit verschwenden und große Ausgaben machen, wenn man die bestehende Institution ausbauen kann? Wir wollen uns alle, Zionisten und Nichtzionisten, in den nächsten beiden Jahren um den Keren Hajessod scharen und ihn wirklich zum zentralen Instrument der Agency machen. Ich möchte noch einen praktischen Punkt berühren, die Frage des Orangenabsatzes. Von dem entsprechenden Absatz der Orangen — ich darf darüber sprechen, weil ich selbst Orangen baue — hängt die günstige Entwicklung eines großen Teiles von Palästina ab. Die Exekutive sollte sich daher mit dem Aufsuchen von neuen Märkten für unsere Früchte befassen, und der Council sollte hierüber einen besonderen Beschluß fassen. Bisher werden diese zumeist in England und einigen wenigen Ländern abgesetzt. Ich halte es daneben für außerordentlich wichtig, daß sich alle judischen Orangenzüchter in einer kooperativen Körperschaft vereinigen, damit eine gewisse Kontrolle über den Verkauf besteht. Wenn man zu viel Orangen auf einmal in ein Land schickt, dann fallen die Preise. Ich möchte zusammenfassen: Die Jewish Agency müßte durch Taten, nicht bloß durch Worte, ihren ernsten Wunsch beweisen, einen großen Teil

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