Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 760 (sequence 769)
- Language
- German, English, Hebrew
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700 j. Council-Sitzung: Generaldebatte dukte, die man heute aus einem Dunam Boden erzielt, mit denen, die vor io oder 15 Jahren erzielt wurden, so stehen wir vor einem Wunder. Dasselbe ist der Fall, wenn wir die heutige Milchproduktion mit der unserer Kolonisation vor 15 Jahren vergleichen oder mit der, die der Araber heute noch erzielt. Es sind heute 8000 Liter gegenüber 700 Liter früher. Das ist ein Resultat, das nur von den besten Kühen der Welt erreicht wird. Diese Ergebnisse sind hauptsächlich der wichtigen Arbeit der landwirtschaftlichen Versuchsstation zu verdanken. Selbstverständlich müssen dabei verschiedene Experimente gemacht werden, und ein großer Teil der Erforschungsarbeit geht vielleicht für den Augenblick verloren. Der Palästinaboden ist zum größten Teil ein sehr armer Boden, außer dein Orangenboden, wo auch noch sehr viel zu tun ist. Um die jüdische landwirtschaftliche Bevölkerung auf einen hohen Lebensstandard zu heben, mußten wir durch die modernsten mechanischen und technischen Mittel andern mageren Boden Palästinas das Maximum herausholen. Es gibt noch viele Probleme auf dem Gebiete der Kolonisation. Eine wichtige Frage ist z. B. die Marktfrage. Wir werden in den nächsten Jahren sehr viel Orangen für die Ausfuhr zur Verfügung haben. Bekanntlich stößt der Import von solchen Luxusfrüchten auf dem internationalen Markt au! große Schwierigkeiten. Die Marktlage ist eine Lebensfrage für diesen Zwei.; der Landwirtschaft, und wir müssen uns mit ihr sehr ernsthaft befassen. Herr Dr. Hantke hat auf verschiedene Propagandamittel hingewiesen. Ich möchte sagen, daß das beste Propagandamittel für Palästina die Leute sind, die einmal das Land besucht haben. Man kann nicht begreifen, w\v. in Palästina vollbracht wurde, was noch vollbracht werden soll und was wir zu erreichen wünschen, wenn man nicht mit eigenen Augen Palästina gesehen hat. Ich hoffe, daß eine große Anzahl von Mitgliedern des CounciK noch vor unserer nächsten Tagung Palästina besuchen wird. (Lebhafter Beifall.) VORS. VIZEPRÄS. NEVILLE LASKI: Ich danke auch Herrn Doktor Hexter für sein Referat. Wir treten nunmehr in die Debatte über die Referate ein. Das Wort hat Lady Erleigh. DIE GENERALDEBATTE. LADY EVA ERLEIGH (England, mit lebhaftem Beifall begrüßt — spricht englisd?): Ich halte es für meine Pflicht, als erster Redner in der Debatte den Mitgliedern der Exekutive für die interessanten Berichte, die sie hier erstattet haben, zu danken. Ich glaube, im Namen aller Anwesenden zu sprechen, wenn ich den Mitgliedern der Exekutive unsere vollste Anerkennung für ihre Arbeit ausspreche. Und nun eine persönliche Bemerkung! Ich bin sehr davon gerührt, daß ich die Ehre habe, als Delegierte an der Tagung des Councils teilzunehmen, zu dessen Gründern in Zürich im Jahre 1929 mein seliger Vater, Lord Melchett, gehörte. (Beifall.) Ich frage midi, ob die Tatsache, daß ich hier stehe, ein Zufall ist oder eine Schicksalssache. Ich hoffe, daß ich in bescheidenem Maße die große Arbeit fortführen kann, die mein seliger Vater