Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 759 (sequence 768)
- Language
- German, English, Hebrew
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Hantke, Laski, Hexter 759 pcnal Chemical Industries durch Vermittlung von Lord Melchett bekommen. Diese Gesellschaften werden den Siedlern Wasser verkaufen, und nach einigen Jahren werden die Gesellschaften in den Besitz der Siedler ubergehen. Ich mochte ihre Aufmerksamkeit auf eine große Notwendigkeit für unsere landwirtschaftliche Arbeit lenken: die Erforschung von Wassergellen in verschiedenen Teilen des Landes. Wir hoffen, daß wir vieles aur diesem Gebiete werden leisten können. Dazu braucht man aber eine entgegenkommende Haltung von Seiten der Regierung. Wenn wir neue Wasserquellen in Palästina finden, wird unsere Kolonisation stark intensiviert werden können, ohne Wasser dagegen wird die Landwirtschaft sehr schwer gedeihen. Ferner beabsichtigen wir, sobald wir von dieser Tagung nach Palästina zurückkehren, eine Kolonisationsgescllschaft registrieren zu lassen, der iedes Jahr die vom Kercn Hajessod für landwirtschaftliche Arbeit bewilligten Beträge zugeführt werden sollen. Nach einiger Zeit wird die Gesellschaft auch* andere Beträge aufzubringen suchen, vor allem von verschiedenen Palästinafreunden, die sonst vielleicht nicht beigetragen hätten. Vielleicht werden die Mittel der Gesellschaft auch durch Aufnahme von günstigen. Anleihen oder durch Verkauf von Obligationen vergrößert werden. In den letzten Jahren ist eine große Entwicklung auf dem 'Gebiete der Kolonisation zu verzeichnen. In gewissen Teilen des Landes kann man schon heute die Kolonisationsarbeiten viel billiger durchführen als in früheren Jahren. Außerdem ist es uns jetzt möglich, Kandidaten für die Ansiedlung zu finden, die bestimmte Mittel, ungefähr 200 bis 250 Pfund pro Familie, selbst aufbringen können. Zum Teil haben sie diese durch Ersparnisse von ihrem Arbeitslohn gesammelt: der günstige Arbeitsmarkt in den letzten 4 Jahren hat ihnen das ermöglicht. Das hat den Betrag verkleinert, den wir selbst pro Siedler aufzubringen haben, und wir können jetzt eine größere Anzahl von Familien mit den Beträgen kolonisieren, die uns der Keren Hajessod zur Verfügung stellt. Die Jewish Agency hat eine große Aufgabe auf dem Gebiete der Kolonisation zu erfüllen. Heute sitzen auf K. K. L.-Boden etwa 2000 Familien, die man kolonisieren könnte, wenn wir die nötigen Fonds hätten. Für die Ansiedlung von 2000 Familien braucht man eine große Geldsumme. Wir müssen aber diese Leute so schnell wie möglich ansiedeln, sonst werden wir diese Ansiedlung später teurer bezahlen. Gegenwärtig bearbeiten diese Leute den Boden mit Geldern, die sie durch Anleihen, meist zu sehr hohen Zinsen, aufbringen. Sie geraten dadurch in schwierige finanzielle Verhältnisse, und wir werden ihnen später helfen müssen. Außerdem werden wir in den nächsten anderthalb Jahren noch 1000 Familien auf verschiedenen anderen Bodenflächen ansiedeln, ferner nach ein paar Jahren Hule oesiedeln müssen. Vielleicht wäre es möglich, Anleihen zu erhalten, die die Ansiedler in einer Anzahl von Jahren zurückzahlen .könnten. Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf ein Detai im Bericht enken, das von der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Rechoboth handelt. Bei aller Kritik, die gegen die zionistische Kolonisation geübt wurde, hat man es übersehen, auf die große Leistung der Zionistischen O^anisation >i der Errichtung dieser Versuchsstation hinzuweisen. Vergleichen Sie die Pro-