Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 758 (sequence 767)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/3476254-3476292--9808-3485959- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
■1 758 J. Council-Sitzung: Referat über Kolonisation und Finanzen Zertifikat irgend welcher Art. Ich bitte diese Konferenz, ihre Aufmerksamkeit auf den Beschluß des Kongresses zu lenken, daß die Leistung für den Keren Hajessod eine Voraussetzung für das aktive und passive Wahlrecht zum Council der Jewish Agency werden soll. Der Zionistenkongreß hat seine Resolution über den Keren Hajessod mit folgenden allgemeinen Worten begonnen: „Der Kongreß beglückwünscht den Keren Hajessod zu seinem fünfzehnjährigen Bestehen. Dieses Datum, das den Abschluß einer alten und den Beginn einer neuen Epoche der K. H.-Arbeit bedeutet, muß der Auftakt einer neuen, verstärkten K. H.-Tätigkeit sein, die alle Schichten des jüdischen Volkes erfassen und den erhöhten Bedürfnissen unseres Aufbauwerkes in Palästina entsprechen soll — Bedürfnissen, die im Zusammenhang stehen mit der gegenwärtigen Masseneinwanderung und der Notwendigkeit, eine bedeutend vergrößerte kolonisatorische Tätigkeit zu entfalten. Um seine dringenden kolonisatorischen Aufgaben zu verwirklichen, muß der K. H. im Laufe der nächsten zwei Jahre einen Betrag von i Million Pfund aufbringen. Der Kongreß fordert das jüdische Volk auf, dem K. H. die Mittel zur Verfügung zu stellen, die er zur Durchführung seines Proerammcs benötigt, und fordert von sämtlichen Zionistcn, daß sie mit allen Kräften sich in den Dienst der K. H.-Arbeit stellen sollen.'* Ich schließe mit dem Antrage, die Council-Tagung möge sich dieser Resolution anschließen. (Lebhafter Beifall.) VORS. VIZEPRÄS. NEVILLE LASKI (englisch)- Ich danke Herrn Dr. Hantke für seine Ausführungen und erteile sodann Herrn Dr. Hexter das Wort zu seinem Referat über Kolonisations- und Finanzfragen. REFERAT ÜBER FRAGEN DER KOLONISATION UND DER FINANZEN. DR. M. B. HEXTER (Mitgl. d. Exek. — spricht englisch): Ich will mich sehr kurz fassen, damit die Delegierten die Möglichkeit haben, ihre Ansichten ausführlicher zu äußern. Der Bericht der Exekutive, der auch einen ungewöhnlich ausführlichen Teil über die 'Kolonisationsarbeit in den letzten 2 Jahren enthält, liegt Ihnen bereits vor; ich will nur ein paar Punkte hervorheben. Herr Doktor Hantke hat auf die Konsolidierung der Finanzen der Jewish Agency im letzten Jahre hingewiesen. Dies ist auf dem Wege einer Anleihe geschehen. Es muß aber allen klar sein, daß die Aufnahme einer Anleihe unter noch so günstigen Bedingungen nicht unsere Quellen für die Aufnahme von neuen Arbeiten vermehrt. Die Anleihe hat uns von der zermürbenden Last befreit, tagtäglich neue Kombinationen zu suchen, um diesen oder jenen Wechsel einzulösen. Aber die Summe, die für die Kolonisationsarbeit zur Verfügung steht, ist noch sehr weit von dem entfernt, was die Situation dringend von uns verlangt. Und es muß vieles auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Kolonisation geschehen, damit wir nicht nur Städte in Palästina haben. Damit Leute in die Landwirtschaft gehen, muß man ihnen langfristige Anleihen unter günstigen Bedingungen gewähren. Ein weiterer Punkt: Im letzten Jahr wurden von uns zwei Wassergesellschaften, eine für das Ostgebiet des Emck, die andere für das Westgebiet geschaffen. Die Mittel haben wir durch eine Anleihe von der Imd