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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 746

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 746 (sequence 755)
Language
German, English, Hebrew
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746 2. Council-Sitzung: Bericht des Legitimationsausschusses sehe an die Mandatarmacht für eine systematischere und aktivere Förderung unserer Kolonisationsarbeit in Palästina enthalten. Die Lage der Juden in der Welt ist derart, daß wir keine Möglichkeit, die sich uns bietet oder die wir schaffen können, vernachlässigen dürfen, um die Aufnahmefähigkeit Palästinas für die Juden zu erhöhen und die Basis, auf der wir unser Werk in Palästina aufbauen, zu erweitern. Die Zeit ist gegen das jüdische Volk. Möglichkeiten, die heute noch für uns bestehen, können uns morgen verloren gehen. Große jüdische Kapitalien, die heute für unser Werk noch mobilisiert werden können, können morgen oder übermorgen in nichts zerrinnen. Wir müssen daher unsere Forderungen an die britische Regierung auf Erweiterung der Grundlagen unseres Aufbauwerkes und Schaffung von neuen Möglichkeiten erneuern. Die zionistischen Staatsmänner haben es heute in gewisser Hinsicht leichter, mit Forderungen zu kommen, als die Staatsmänner während der Kriegs- und Nachkriegsjahre, die uns den Charter der jüdischen Rechte auf Palästina, die Balfour-Deklaration, verschafft haben. Die zionistischen Staatsmänner von heute haben den Vorteil, ihre Forderungen mit Tatsachen, Ziffern und Erfolgen begründen zu können, während es sich in der Zeit des Krieges um abstrakte Propaganda handelte, indem man die Welt zu überzeugen versuchte, wie sehr unsere Bestrebungen und Forderungen den Idealen der Gerechtigkeit entsprechen. In den letzten Jahren hat sich der Schwerpunkt unserer politischen Arbeit von historischen Rechten auf Errungenschaften verschoben. Heute müssen wir uns auf den Boden der Tatsachen stellen. Wie stark aber auch diese Tatsachen unsere Forderungen stützen mögen, wir müssen mit immer umfassenderen Plänen für die Förderung unserer Arbeit in Palästina an die gesamte Welt und besonders an die Mandatarmacht herantreten, damit uns die Möglichkeit geboten wird, das jüdische Nationalheim auf fester, starker Grundlage schnell und schön auf dem Boden Erez Israels zu errichten. (Lebhafter Beifall.) BERICHT DES LEGITIMATI0NS Al^SClHIS8ES. VORS. VIZEPRÄS. NEVILLE LASKI (englisch): Das Wort erhält nunmehr der Berichterstatter des Legitimationsausschusses, Herr Dr. Bernhard Kahn. BERICHTERSTATTER DR. BERNHARD KAHN (spricht deutsch): Der Legitimationsausschuß hat sämtliche Wahlen geprüft. Bevor ich Ihnen das Ergebnis mitteile, möchte ich zwei allgemeine Bemerkungen machen. Man hat früher viel gehört von dem schwächeren Interesse an der Agency. Das Ergebnis der Wahl und die starke Beschickung dieser Tagung zeigt, daß diese Behauptung heute erfreulicherweise widerlegt ist. Weiter waren wir gewöhnt, zu hören, daß die Wahlen der Niditzionisten zu den Counciltagun^en nicht ganz regelmäßig vorgenommen würden, weil Wahlkörper im eigentlichen Sinne nicht vorhanden wären. Audi hier hat sich eine erfreuliche Wandlung vollzogen. In fast allen Ländern sind richtige Wahlen vollzogen worden, und es ist erfreulich, daß sich an ihnen immer mehr und mehr die offiziellen Gemeinden beteiligen, noch erfreulicher, daß dies häufig gemeinsam mit den Palästinavereinen, Keren Hajessod-Komitees usw. geschieht. So wird die Wahl zu einer feierlichen Handlung, zu einem Stück

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