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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 745

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 745 (sequence 754)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9795-3485946
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Sbertok 745 Council auf Grund der gegenwärtigen jüdischen Bevölkerungsziffer Palästinas zu errichten. Dies würde unserer Ansicht nach dem Geist des Mandats widersprechen. Dem Mandat zufolge ist die Errichtung des jüdischen Nationalneims nicht allein Sache der Juden, die bis zu einem gewissen Zeitpunkt das Gluck hatten, nach Palästina zu kommen, sondern des gesamten jüdischen Volkes. Unser Fall ist ein spezieller, und man kann auf ihn nicht die Prinzipien anwenden, die man bei normalen Staaten anwendet. Unsere Haltung ist im tiefen Sinne des Wortes eine demokratische. Wir nehmen die Dinge nicht von einem engen Gesichtspunkt. Wir sagen: Das jüdische Volk hat ein Recht auf Selbstbestimmung wie jedes andere Volk in der Welt. Der Glaube des jüdischen Volkes und seine Zukunft sind durch ein historisches Band mit Palästina verknüpft. Es gibt kein anderes Volk in der Welt, dessen Glaube und Zukunft allein von Palästina abhängt. Man würde gegen das jüdische Volk ein großes Unrecht begehen, wenn man festsetzen wollte, daß die Bevölkerung Palästinas in einem gegebenen, etwa im gegenwärtigen Zeitpunkt, allein darüber zu entscheiden habe, was die Zukunft des Landes sein oder was für ein Regime, was für eine Verfassung in Palästina eingeführt werden soll. Eine solche Entscheidung würde die fundamentale Konzeption des Mandates untergraben. Solche Änderungen dürfen nicht vorgenommen werden, solange nicht eine Verständigung zwischen Arabern und Juden über die Grundprinzipien des jüdischen Aufbauwerkes erfolgt ist. Eine solche Verständigung besteht heute noch nicht, und bei der heutigen Lage würden die Araber den Legislative Council. nur dazu benützen, um unsere Arbeit zu erschweren und zu stören. Dies würde weder «Jen Interessen der Mandatarmacht, noch auch den wirklichen Interessen der arabischen Bevölkerung dienen. Von Seiten der Regierung wird uns immer wieder entgegengehalten, daß den *\rabern ein solches Versprechen gegeben worden sein. Wir können darauf nur antworten, daß man uns nicht gefragt hat, bevor dieses Versprechen gegeben wurde, und daß wir daher durch das Versprechen nicht gebunden sind. Die Haltung der Exekutive, welche durch den gestern nachts geschlossenen Zionistenkongreß gebilligt wurde und, wie wir hoffen, auch durch diesen Council bestätigt werden wird, ist klar: dem Plan der Regierung in bezug auf den Legislative Council absoluten Widerstand entgegenzusetzen. Wir bedauern, daß wir zu diesem Konflikt mit der Mandatarmacht gezwungen sind, und es ist unsere feste Absicht, den Konflikt mit ihr auf diesen einen Punkt zu beschränken und zur Regierung auf anderen Gebieten auch weiter freundschaftliche Beziehungen zu unterhalten. Wir glauben, daß das möglich sein wird, und hoffen, gerade weil unsere Haltung auf Freundschaft ind Vertrauen in die Loyalität der Regierung und auf dem Prinzip der Kooperation beruht, daß unsere Opposition zum Legislative Council viel größere Wirkung haben wird. UNSERE ZUKÜNFTIGE ARBEIT. In diesem schwierigen Moment der Geschichte unseres Volkes und der Entwicklung Palästinas können wir uns jedoch nicht mit negativen Resolutionen begnügen. Wir werden Ihnen auch eine Reihe von positiven Resolutionen vorlegen, die ein großes Programm für unsere Arbeit und Wün-

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