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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 743

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 743 (sequence 752)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9793-3485944
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Shertok 743 umd. Tatsächlich aber hat es schon lange aufgehört, ein rein arabisches Land zu sein und wird nie mehr ein solches sein, seitdem die Juden ihre Tätigkeit im Lande entfa tet haben. Die Araber Palästinas müssen nun einmal den Spruch der Geschichte hinnehmen, daß es dem jüdischen Volk ermöglicht werden soll in sein Land zurückzukehren, das es Jahrtausende lang als sein historisches Land betrachtet hat. Zugleich aber haben die Leistungen der Juden den Arabern nicht nur nicht geschadet, sondern der arabischen Bevölkerung vielmehr direkten Nutzen gebracht. In dieser Hinsicht muß unsere Aufklärung unter den Arabern weitergehen, da wir darauf hinweisen können, daß die Entwicklung der Juden auch den Arabern nützt. DAS JÜDISCHE PALÄSTINA UND DIE NACHBARLÄNDER. Das gleiche haben wir auch in unseren Gesprächen mit arabischen liihrern in den Nachbarländern betont. Die Kapitalien, die die Juden;.us allen Ländern der Welt nach Palästina bringen, fließen, wie wir nachweisen können, durch verschiedene Kanäle auch in die Nachbarlander. Der Ausbau des Verkehrs im britischen Sektor des Nahen Ostens in Verbindung mit Palästina erfolgt zum großen Teil mit Hilfe von Kapital, das die jüdische Immigration der palästinensischen Staatskasse zugeführt hat, und bringt nicht wenigen arabischen Nachbarländern großen Nutzen. Dasselbe ist auch vom jüdischen Handel und von der jüdischen Industrie zu sagen. Die Konzentraiion wissenschaftlicher Kräfte in Palästina hat ebenfalls in dieser Richtung gewirkt. Die hebräische l liversität, die landwirtschaftliche Versuchsstation in Rechoboth, das Daincl Sieff-Forschungsinstitut und ähnliche Institutionen, die Konzentration von bedeutsamen medizinischen Kräften und anderen Wissenschaftlern in Palästina führt zu einer Befreiung des gesamten Nahen Ostens von der Abhängigkeit von Europa. Das Beispiel von Palästina wirkt auf andere Nachbarländer, gleichfalls eigene Initiative auf verschiedenen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Gebieten zu entfalten. Dabei muß übrigens auch uns klar sein, daß es in unserem eigenen Interesse und für die Sicherung unserer Zukunft sehr wichtig ist, daß gleichzeitig mit der Entwicklung Palästinas auch in den Nachbarländern eine entsprechende Entwicklung vor sich geht. Wir sind daran interessiert, daß sich die Nachbarländer aus teilweisen Wüstengebieten in bebaute und besiedelte Landesteile verwandeln. Palästina leidet sehr darunter, daß eine arme, hungernde Bevölkerung aus den Nachbarländern . in großen Massen nach Palästina strömt, um dort die Arbeit zu finden, an der es daheim fehlt. Dieser Prozeß ist nicht nur gefährlich für die Zukunft des Nationalheims, weil er den Juden Arbeitsmöglichkeiten entzieht, die durch sie selbst geschaffen wurden und uns gehören sollten, sondern er untergräbt auch die Aussichten auf eine progressive Entwicklung Palästinas. Wir sind daher ■an der Entwicklung der Nachbarländer stark interessiert. In unseren Besprechungen legen wir den Arabern stets dar, daß es die Möglichkeit einer Synthese zwischen den jüdischen und den arabischen Interessen gibt. Diese kann aber nur auf fortschreitender Entwicklung, nicht auf Lähmung jeder Arbeit aufgebaut sein. Es ist unser fundamentales Interesse, daß die Pro-

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