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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 734

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 734 (sequence 743)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9784-3485935
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734 ' /. Council-Sitzung: Referat über Palästina-Arbeit bei Maßnahmen gegen Dumping und in ihrer Zollpolitik tatkräftig mithilft und daß sie nichts tut, was die jüdische Einwanderung nach Palästina erschwert oder verringert. UNIVERSITÄT. Die Hebräische Universität, die jetzt zehn Jahre besteht, hatte mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, aber ich glaube, daß sie jetzt die schlimmsten Kinderkrankheiten hinter sich hat und auf einem sicheren Wege vorwärtsschreitet. Ich fühle mich auf diesem Gebiete nicht sachverständig, aber ich kann nicht umhin, wenigstens einem Gedanken Ausdruck zu geben, der mich in bezug auf die Universität seit langem beschäftigt. Ich glaube, Sie werden mit mir darin übereinstimmen, daß die jüdische Jugend in den Ländern der Galuth in Gefahr ist, den Zusammenhang mit dem Judentum zu verlieren. Insbesondere der akademisch Gebildete gleitet vom Judentum zu anderen geistigen Bewegungen fort, weil es ihm an wirklicher Einsicht in jüdisches Wesen und jüdische Geschichte fehlt. Ich glaube, daß viele von diesen jungen Leuten dem Judentum erhalten bleiben könnten, wenn sie wenigstens ein Jahr durch besondere Kurse an der Universität Jerusalem mit jüdischer Vergangenheit und Gegenwart bekanntgemacht, in Bibelkunde, Archäologie, Soziologie, Anthropologie, neue hebräische Literatur eingeführt und zugleich mit dem neuen jüdischen Leben in Palästina in engsten Kontakt gebracht werden. Sie sollten nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch, zum Beispiel durch einen Aufenthalt in unseren landwirtschaftlichen Siedlungen, die Kräfte kennenlernen, die im jüdischen Leben Palästinas um Entfaltung ringen. Ich träume davon, daß jährlich Hunderte von jüdischen Akademikern an diesen Kursen teilnehmen und mit gestärktem jüdischen Bewußtsein in ihre Heimatländer zurückkehren werden. Auf diese Weise könnte eine dauernde Verbindung zwischen der Lehrstätte auf dem Skopus und den Juden in allen übrigen Teilen der Welt geschaffen werden. Ich glaube, daß es für jeden jungen Rabbiner, aber auch für jeden jungen Akademiker, der sich in den Ländern der Galuth mit jüdischen Dingen beschäftigt, eine Notwendigkeit ist, sich in dieser Weise einmal mit jüdischem Wissen und jüdischem Leben in Palästina bekanntzumachen. KONZENTRIERUNG ALLER KRÄFTE AUF PALÄSTINA. Die Bedeutung, welche Palästina schon heute ideell und materiell für das jüdische Leben hat, und die Notwendigkeit des Ausbaus und der Sicherung unserer Positionen machen es zu einer gebieterischen Notwendigkeit, daß das jüdische Volk gerade im gegenwärtigen Moment alle seine Kräfte auf Palästina konzentriert. Im Kriege ist es manchmal nötig, von gewissen Fronten Truppen zurückzuziehen und alle irgendwie verfügbaren Kräfte an einem Punkte zu konzentrieren. Palästina ist nach meiner festen Uberzeugung jetzt dieser zentrale Punkt. Sieg oder Niederlage an dieser Front ist entscheidend für die Zukunft der Juden in der Welt. Aus diesem Grunde , müssen alle jüdischen Gesellschaften ihren Einfluß und ihre Mittel wenigstens für eine gewisse Zeit an diesem Punkte einsetzen. Ich bin kein Gegner der Bestrebungen, Juden auch in anderen Ländern landwirtschaftlich änzu-

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