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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 732

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 732 (sequence 741)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9782-3485933
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732 /. Council-Sitzung: Referat über Palästina-Arbeit wirtschaftlichen Aussichten beurteilen kann. Mir scheint, daß aus diesem Grunde mancher gesunde Plan unausgeführt bleibt oder in einer so unzureichenden Form ausgeführt wird, daß dadurch die Chancen des Gelingens verringert werden. Ich bin mir durchaus bewußt, daß nicht jeder Plan eines Industriellen Kredithilfe verdient und daß zwischen seriösen und nichtseriösen Projekten eine sehr scharfe Grenzlinie gezogen werden muß. Andererseits sind wir im höchsten Maße daran interessiert, jeden seriösen Plan zur Verwirklichung zu bringen. Denn nur, wenn zur Landwirtschaft die Industrie als Erwerbsquelle hinzukommt, können wir hoffen, der ständig wachsenden Zahl von Einwanderern Erwerb zu verschaffen. Mir scheint aus all diesen Gründen die Errichtung einer Industrial Development Co., welche industrielle Projekte fachmännisch prüfen und für die gut befundenen die Beschaffung der Mittel übernehmen sollte, durchaus erwägenswert. HOLDING COMPANY. Das Interesse, das sich für Palästina in weiten Kreisen der Judenheit geltend macht, hat, wie Sie wissen, einen großen Zustrom von Kapital nach Palästina zur Folge gehabt. Dieses Kapital sucht Anlage und kauft mit Vorliebe die Aktien und Obligationen palästinensischer Gesellschaften. Auch im Auslande zeigt sich für Wertpapiere dieser Art wachsendes Interesse. Nun haben wir aber in Palästina bisher kein Emissionshaus, das die Ausgabe solcher Wertpapiere vornimmt und bei dem Publikum in und außerhalb Palästinas das Vertrauen genießt, daß die von ihm empfohlenen Wertpapiere wirklich ein sicheres Anlagepapier sind. Das Publikum ist selbst nur selten in der Lage, eine Prüfung der Sicherheit der Wertpapiere vorzunehmen. Es besteht deshalb die Gefahr, daß auch unsichere Papiere in den Verkehr gebracht werden, die den Ruf der palästinensischen Wertpapiere schädigen können. Außerdem haben die meisten palästinensischen Wertpapiere infolge der relativ kleinen Emissionsbeträge nicht die Börsenfähigkeit und damit die jederzeitige Liquidierbarkeit. Das hält viele Kapitalisten davon ab, ihr Geld in diesen Papieren anzulegen. Beide Schwierigkeiten könnten behoben werden durch die Gründung einer Holding Company, welche unter nationaler Kontrolle steht und die Gewähr bietet, daß sie nur solche Wertpapiere auf den Markt bringt, die von ihr geprüft und für gut befunden wurden. Die Holding Co. könnte sich bei gewissen Emissionen darauf beschränken, als Emissionshaus zu fungieren und durch Hergabe ihres Namens dem Papier ein erhöhtes Vertrauen zu verschaffen. Sie könnte aber auch — und das scheint mir besonders wichtig — die Obligationen oder Aktien der einzelnen palästinensischen Unternehmungen für eigene Rechnung übernehmen und dagegen ihre eigenen Aktien oder Obligationen auf den Markt bringen. Sie würde dadurch ein Standard-Anlagepapier schaffen, das in jüdischen Kreisen bekannt werden und von allen am Palästinaaufbau interessierten Kreisen mit Vorliebe gekauft werden wird. Die Holding Co. könnte auf diese Weise aus dem Geldmarkt dauernd Kapital schöpfen und die zentrale Finanzierungsstelle für alle kreditsuchenden soliden palästinensischen Unternehmungen sein.

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