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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 731

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 731 (sequence 740)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9781-3485932
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Ruppin 73T in Palästina nicht die einseitige Berufsgliederung der Juden in den Ländern der Galutn wiederholen die uns dort so verhängnisvoll geworden ist. Förderung der landwirtschaftlichen Kolonisation muß deshalb unsere erste Sorge sein. Ich habe den Vorteil, daß ich in Ihrem Kreise eine große Anzahl von Personen vor mir habe, die an führender Stelle im wirtschaftlichen Leben stehen und bei denen ich deshalb für einige wirtschaftliche Probleme besonderes Verständnis und Sachkunde voraussetzen kann. Ich möchte deshalb einige Plane, die ich bereits in meinem Kongreßreferat erwähnte, Ihnen zur Prüfung unterbreiten. ANSI EDLUNGSGESELLSCHAFT. Der Kongreß hat die Gründung einer besonderen Ansiedlungsgesellschaft gutgeheißen, die von jetzt ab alle für landwirtschaftliche Ansiedlung bestimmten Gelder des Keren Hajessod verwalten soll. Wir hoffen hierdurch auf größere Stetigkeit in der Verwaltung, aber darüber hinaus hoffen wir, daß diese Gesellschaft auf Grund der Einnahmen, die ihr vom Keren Hajessod und aus den Verträgen mit den Siedlern zufließen, imstande sein wird, Kredite aufzunehmen und dadurch unsere Siedlungstätigkeit zu erweitern. Es ist ein unhaltbarer Zustand, daß wir von den 2300 Kandidaten, die bereits auf Boden des jüdischen Nationalfonds sitzen und auf Kredite zu ihrer Ansiedlung warten, nur etwa einem Zehntel aus dem nächstjährigen Budget des Keren Hajessod die Kredite geben können, während die übrigen neun Zehntel weiter auf die ersehnte Ansiedlung warten müssen. Könnten wir sie ansiedeln, so würden sie für viele Millionen Eier, Gemüse, Milch, Übst produzieren und der Jischuw hätte es nicht nötig, diese Produkte von außerhalb zu beziehen. Ich hoffe, Sie werden der Gründung der Ansiedlungsgesellschaft zustimmen und alles daransetzen, um aus ihr ein wirksames Instrument zur Vergrößerung der landwirtschaftlichen Ansiedlung zu machen. INDUSTRIEKREDITE. In meinem Referat auf dem Kongreß habe ich mich auch mit der Frage beschäftigt, inwieweit die palästinensische Industrie heute bereits genügend mit Krediten oder Finanzierungsmöglichkeiten versorgt oder ob auf diesem Gebiete noch etwas zu tun ist. Es ist richtig, daß eine Reihe von Instituten den bereits bestehenden industriellen Unternehmungen Kredite, teilweise auch langfristiger Art, gibt oder sich an der Finanzierung industrieller Unternehmungen beteiligt. Es scheint mir aber trotz alledem zweifelhaft, ob damit bereits alle berechtigten Ansprüche der Industriellen befriedigt werden." Ich kenne eine Reihe von Fällen, wo Leute mit vieljähriger Erfahrung in einem bestimmten Zweige der Industrie, der auch in Palästina Aussichten hat, nicht zur Verwirklichung ihrer Pläne* kommen, weil sie auf Kredit oder auf Beteiligung von Kapitalisten angewiesen sind und es in Palästina keine autoritative Stelle gibt, welche einen bestimmten Plan prüfen und in seinen

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