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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 728

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 728 (sequence 737)
Language
German, English, Hebrew
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…/3476254-3476292--9778-3485929
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728 /. Council-Sitzung; Referat über Palästina-Arbeit So wie es in den vergangenen Tagen innerhalb der Zionistischen Organisation gelungen ist, die Basis zu schaffen zu gemeinsamer Arbeit zwischen den verschiedenen zionistischen Gruppen, so möge der Geist der Eintracht Sie in Ihren Arbeiten auch hier leiten. In schmerzlicher Trauer müssen wir eines Teiles unserer Glaubensbrüder gedenken, die in furchtbarer Bedrängnis leben und Beschimpfungen ausgesetzt sind, die uns alle treffen und von denen die ganze zivilisierte Welt Kenntnis hat. Ich möchte mit der Hoffnung schließen, daß die Fackel der Wahrheit und Gerechtigkeit noch nicht erloschen ist. Denn nur mit Wahrheit und Gerechtigkeit wird für die gesamte Menschheit und damit auch für uns Juden der wirkliche Friede in der Welt einziehen. (Lebhafter Beifall.) VORS. PRÄS. DR. CH. WEIZMANN: Wir schreiten nunmehr zur Konstituierung des Büros dieser Tagung. Zu Vizepräsidenten der Tagung werden vorgeschlagen die Herren: Morris Rothenberg, Neville Laski, Professor Herbert Speyer und Menachcm M. Ussischkin. Werden andere Vorschläge gemacht? (Nach einer kurzen Pause:) Das ist nicht der Fall. Erhebt sich gegen die vorgeschlagene Liste Widerspruch? (Nach einer kurzen Pause:) Das ist nicht der Fall. Dann erkläre ich die vorgeschlagenen Herren für gewählt. Das Wort hat nunmehr Herr Dr. Ruppin zu seinem Referat. REFERAT ÜBER 25 JAHRE JÜDISCHE KOLONI¬ SATION IN PALÄSTINA UND IHRE LEHREN. Dr. ARTUR RUPPIN (Mitgl. d. Exek.y mit großem Beifall begrüßt — spricht deutsch): Es sind jetzt zwölf Jahre her, seit ich zusammen mit Dr. Weizmann in Amerika war und mich an den Unterhaltungen mit dem leider zu früh verstorbenen Louis Marshall und seinen Freunden über die Gründung der erweiterten Jewish Agency beteiligte. Sechs Jahre dauerte es, bis dieser Plan Wirklichkeit wurde, und weitere sechs Jahre sind jetzt seit der Gründung im Jahre 1929 verflossen. Wäre Louis Marshall noch am Leben, er würde — davon bin ich überzeugt — mit Befriedigung auf das blicken, was in diesen sechs Jahren in Palästina erreicht wurde. Im Jahre 1929 war die Zahl der Juden in Palästina nur 160.000, das ist 16% der Gesamtbevölkerung, sie ist heute 350.000, das ist 27% der Gesamtbevölkerung. Unser Bodenbesitz hat sich um 250.000 Dunam, die Fläche der jüdischen Orangenpflanzungen um 100.000 Dunam vergrößert. 50.000 Juden leben von der Landwirtschaft in ihren verschiedenen Formen, fast 100.000 von Industrie, Bauwesen und öffentlichen Arbeiten. Die von uns unterhaltenen hebräischen Schulen zählen in diesem Jahre 33.000 Schüler, das heißt mehr als doppelt soviel wie 1929. Ich bin seit Begründung der Agency bis heute ihr Anhänger geblieben, nicht nur aus praktischen Gründen, weil ich den Kreis der Freunde Palästinas erweitern will, sondern auch deshalb, weil ich in ihr die Vorstufe zu einer Gesamtvertretung aller Juden sehe. Solch eine Gesamtvertretung können wir nicht schaffen auf der Grundlage der Tradition, weil die Juden in den einzelnen Ländern leider in bezug auf Tradition und Interessen schon

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