Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 691 (sequence 700)
- Language
- German, English, Hebrew
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691 H) ERZIEHUNGS- UND KULTURARBEIT. I. IN PALÄSTINA. 78. ZENTRALISATION DES ERZIEHUNGSWESENS. Infolge der großen, vielgestaltigen Einwanderung und der Verzweigtheit des jüdischen Erziehungswesens in Palästina und in der Erkenntnis der Gefahr, die seiner Einheit infolge der im Jischuw vorhandenen Tendenz nach Dezentralisierung des Erziehungswesens droht, ersucht der Kongreß den Waad Leumi der Knesseth Israel und den Jischuw in all seinen Teilen und Strömungen, sorgfältigst darauf zu achten, daß die Zentralisation des jüdisch-nationalen Erziehungswesens in der Hand der organisierten Knesseth Israel erhalten bleibt, wobei die bestehenden autonomen Rechte der drei Strömungen im jüdischen Erziehungswesen Palästinas entsprechend der Verfassung des Erziehungswesena der Knesseth Israel auch weiterhin zu wahren sind. 79. ERHALTUNG DES SCHULWERKES. Der Kongreß stellt mit Genugtuung fest, daß sich das unter Leitung des' Waad Leumi stehende Schulnetz Palästinas sowohl hinsichtlich der Zahl der Anstalten, der Schüler und der Lehrer wie auch hinsichtlich der Beteiligung, des Jischuw an der Erhaltung des Schul\vei»kes ausdehnt und entwickelt. 80. FORDERUNGEN AN DIE MANDATSREGIERUNG. 1. Der Kongreß betont, daß der Anteil der Palästina-Regierung am Budget des jüdischen Erziehungswesens, trotz seiner Erhöhung im letzten Jahre, noch weit davon entfernt ist, den Bedürfnissen und Ansprüchen des Jischuw und seinem Beitrag zu den Einnahmen dor Regierung zu entsprechen. Der Kongreß unterstützt daher die Forderung des Waad Leumi an die Mandatsregierung auf Festsetzung ihres Anteils am Budget dos Erzichungswesens in einer Höhe, die im vollem. Umfango dem zahlenmäßigen Verhältnis dor jüdischen Bevölkerung zur Gonaintbovülkorung den Landes entspricht, 2. Der Kongreß sieht in dor Tatsache, daß die Regierung 132.000 Pfund der Palästina-Anleihe für arabische Schulgebäude ausgeworfen hat, ohne auch nur den geringsten Betrag für den Bau von jüdischen Schulhäusern zu bewilligen, obwohl das jüdischo Erziehungswesen außerordentlich unter Mangel an entsprechenden Schulgebäuden in Stadt und Land leidet, eine Benachteiligung der jüdischen Bevölkerung Palästinas. Er fordert daher von der Regierung Palästinas die Abstellung dieser Benachteiligung und die Bewilligung des für den Bau von jüdischen Schulgebäuden erforderlichen Betrages. 81. FORDERUNGEN AN DEN WAAD LEUMI. 1. Der Kongreß ersucht die Leitung des Erziehungswesens, durch Aufklärung und umfassende» grundlegende Verhandlungen mit allen in Betracht kommendem Faktoren darauf hinzuarbeiten, daß daj allgemeine KrHiehutmaweaen auen die. von anderen Institutionen erhaltenen Schulen und die Privatschulen umfaßt, damit in Zukunft das gesamte jüdische Schulwesen Palästinas unter der Aufsicht und Verantwortung der Knesseth Israel stehe. 44*