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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 688

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 688 (sequence 697)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9738-3485889
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688 70. DIE ARBKIT AUF DEM MEERE. 1. Der Kongroß hobt die großo zionistische Bedeutung hervor, die d \* Eindringen des jüdischen Arbeiters in die Arbeit zur See und dio Festigung der jüdischen Arbeitspositionen bei den Hafenarbeitern hat, er bringt seine Würdigung der Tätigkeit der jüdischen Schiffahrts- und Seetransportunternehmungen zum Ausdruck und entbietet seinen Gruß den Pionieren der Arbeit auf dem Meere. 2. Der Kongreß fordert die Exekutive auf, dafür zu sorgen, daß die jüdischen Schiffahrts-Unternehmungen für ihre Entwicklung und ihren Ausbau von ihr sowie von den übrigen jüdisch-palästinensischen und zionistischen Institutionen jede notwendige Unterstützung erhalten. Zu diesem Zwecke soll die Exekutive eine besondere Abteilung für Arbeiten zur See in Jerusalem errichten, deren Aufgabe es sein soll, die für Festigung und Ausbau der jüdischen Seeunternehmungen nötigen Arbeiten, insbesondere die Tätigkeit zur Ausbildung von Seeleuten in Palästina und in der Galuth, zu zentralisieren. 3. Der Kongreß fordert die Exekutive auf, dafür zu sorgen, daß für Chaluzira und die Jugend, sowohl in Palästina (mit Hilfe des hebnäischen Technikums) wie in der Galuth Möglichkeiten für die Ausbildung in den Arbeiten zur See», in der Fischenei und in der Hafenarbeit geschaffen und für die in diesen Arbeiten Tätigen Wohnungen in der Nähe der Küste errichtet werden. 71. FÖRDERUNG VON INDUSTRIE UND HANDWERK. 1. Der Kongreß würdigt die Entwicklung und Ausdehnung der jüdischen Industrie und des jüdischen Handwerks in Erez Israel, dio zu einer Existenzquclle für Zehntausende jüdischer Familien geworden sind. Die fruchtbare Initiative der Industriellen, in Verbindung mit der Hingabe von 25.000 Arbeitern, welche in der Industrie unter keineswegs günstigen Bedingungen beschäftigt sind, hat zur Schaffung eines weitverzweigten Netzes von großen und kleinen industriellen Unternehmungen in den verschiedensten Produktionszweigen geführt, und ihre Erzeugnisse erobern sich immer größeren Raum bei der Befriedigung der Bedürfnisse des Jischuw. 2. Trotzdem kann unsere junge Industrie noch keineswegs als fundiert augesehen werden. Der Markt Palästinas wird in immer stärkerem Maße mit Erzeugnissen von Industrieländern überschwemmt, ohne ausreichend durch ein Zollsystem geschützt zu sein, und, da entsprechende Handelsverträge fehlen, die Jföglichkeit zu haben, Reziprozität zu üben. Auch der Jischuw in Erez, Israel hat unserer Industrie noch nicht in vollem Maße seine Unterstützung zuteil werden lassen. 3. Der Kongreß lenkt die Aufmerksamkeit der Palästina-Regierung auf ihre Pflicht, die palästinensische Produktion durch ein entsprechendes Zollsystem und Handelsverträge zu schützen. 4. Der Kongreß erklärt die Verwendung von Landesprodukten (Tozereth H&ao-ez) als zionistische Pflicht und ruft die jüdische Bevölkerung Palästinas auf, dieses Gebot strengstens zu erfüllen. 5. Der Kongreß richtet an alle Institutionen die Forderung, daß sie das öffentliche Wirken für die Verwendung von Landesprodukten (Tozereth Haarez) unterstützen.

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