Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 681 (sequence 690)
- Language
- German, English, Hebrew
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681 E) EINWANDERUNG. I. ALIJAH. 53. FORDERUNGEN AN DIE REGIERUNG. 1. Umfang der Alijah. Der Kongreß stellt fest, daß trotz des Anwachsens der Alijah in allen ihren* Teilen ihr Umfang nicht den Bedürfnissen der jüdischen Wirtschaft und der Aufnahmefähigkeit Erez Israels entspricht, die duroh die Initiative der Einwanderer und das im Lande investierte jüdische Kapital entwickelt wird. Die Tatsache, daß die Zahl der Arbeiter den Bedürfnissen der Wirtschaft nicht tfriitttft, führt «tu» Abwandmmn ven Arbeitern vum t)$v£ in die ÖtruH, von der Landwirtschaft und von Pionierarbeiten zu einträglicheren Arbeitszweigen und ferner zur Einwanderung billiger Arbeiter, die den Lebensstandard der Arbeite!» Palästinas herabsetzen. Diese Erscheinungen nehmen dem jüdischen Jischuwf Arbeits- und Wirtschaftspositionen aus der Hand, engen die Fassungskraft des Landes ein und erschüttern die Festigkeit des Werkes am Aufbau des nationalen Heimes in Palästina. Die Einwanderungsbeschränkungen, die dem Grundsatz der Beurteilung des Ausmaßes der Einwanderung nach der wirtschaftlichen Fassungskraft des Landes widersprechen, bedeuten einen Angriff auf die Bestrebungen des jüdischen Volkes, dessen Massen einer unaufhörlichen Verarmung und Erschütterung der Grundlagen ihres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens in allen Ländern der Galuth entgegengehen, und die in einer Periode, da der Judenhaß in der Welt herrscht, die Einwanderung nach Erez Israel als die einzige Rettung aus ihrer Bedrängnis ansehen. Der Kongreß fordert die Aufhebung der Beschränkungen, die in ungerechter. Weise den Umfang der Einwanderung einengen, und die Anpassung der Einwanderung an die Bedürfnisse der palästinensischen Wirtschaft und an die vom jüdischen Volk in der Welt zugunsten des Aufbaues Palästinas bewiesenen Anstrengungen. 2. Zuweisung der Zertifikate. Der Kongreß konstatiert, daß zugleich mit Aenderungen zum Guten, die» in der Technik der Alijah erfolgt sind, auch Maßnahmen getroffen wurden, die wie die Aufteilung der Einwanderungsquoten durch die Regierung nach Kategorien und Subkategorien, die Zuweisung von Zertifikaten in Quoten und in Raten der Exekutive der Jewish Agency bei der Verteilung der Zertifikate auf die einzelnen Länder die Hände fesseln und die Regulierung der Alijah entsprechend den Bedürfnissen des Landes erschweren. Die Exekutive der Jewish Agency wird ersucht, sich an die palästinensische Regierung mit der Forderung zu wenden, diese Hindernisse zu beseitigen, damit die Exekutive der Agency die Freiheit hat, sich der ihr übergebenen Zertifikate gemäß der Lage und den Erfordernissen der Arbeit im Lande zu bedienen. 3. Einwanderungssteuor. Der Kongreß konstatiert, daß die Einwanderungssteuern der Palästina-Regierung für die Einwanderer eine besonders schwere Belastung bedeuten und ersueht die Exekutive der Jewish Agency, mit der Regierung wegen der Aufhebung dieser Steuern in Verhandlungen zu treten.