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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 668

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 668 (sequence 673)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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G64 die in den letzten Jahren in der Bodengesetzgebung und in der gerichtlichen, administrativen und juridischen Behandlung der Bodenangclegonheiten eingeschlagen wird, und die in vielen Fallen eine Anfechtung der jüdischen Eigentumsrechte auf Boden verursacht hat. Der Kongreß wendet sich an die Regierung mit der Forderung, daß sie dem Gesetze und den bestehenden Arbeitssystemen ihr Augenmerk zuwende und sie zu dem Zweck« revidiere, damit der gesetzliche Eigentümer gegen Grenzüberschreitung und gegen fiktive Forderungen geschützt wird. 11. FÖRDERUNG DER LANDWIRTSCHAFT. Der Kongreß fordert die Palästinaregierung auf, der jüdischen landwirtschaftliehen Kolonisation durch Straßenbau, Wasserversorgung, Bekämpfung der Malaria und andere, für eine gesunde Entwicklung des Kolonisationswerkes notwendige Mittel zu Hilfe zu kommen. Der Kongreß fordert von der Regierung die Anwendung des Systems der aktiven Unterstützung der landwirtschaftlichen Produktion wie auch der Hilfe zur Erweiterung der Absatzmärkte. Der Kongreß lenkt die besondere Aufmerksamkeit der Regierung auf die Notwendigkeit, einen umfassenden Plan für die Orangenwirtschaft auszuarbeiten, der diese in die Lage versetzen toll, die dringende Frage der Absatzmärkte zu lösen. 12. FÖRDERUNG DER EINWANDERUNG. Der XIX. Zionistenkongreß verzeichnet die erfreuliche Tatsache der Vergrößerung der jüdischen Alijah aller Kategorien in den letzten zwei Jahren, stellt jedoch mit Bedauern fest, daß die Quoten, die die Regierung für die arbeitende Alijah bestimmt hat, um vieles hinter den tatsächlichen Bedürfnissen des Landes zurückgeblieben sind. Die Diskrepanz zwischen den Forderungen der Exekutive der Jewish Agency, die auf Grund vorsichtiger Schätzungen aufgestellt waren, und zwischen den von der Palästina-Regierung bestimmten Kontingenten verursachte einen dauernden Mangel an Arbeitern, ein Umstand, der sich schlecht auf das wirtschaftliche Leben Erez Israels auswirkte und die Entwicklung des jüdischen Nationalheims hemmte. Der Kongreß verlangt von der Regierung eine Politik der Zulassung jüdischer Arbeiter-Immigranten im Rahmen der vollen Absorptionsmöglichkoit des Landes, die sich infolge der Entwicklung des jüdischen Aufbauwerkes in Erez Israel ständig vergrößert. 13. BESCHÄFTIGUNG VON JUDEN BEI ÖFFENTLICHEN ARBEITEN UND IM ÖFFENTLICHEN DIENST. 1. Der XIX. Zionistenkongreß stellt mit Enttäuschung fest, daß seit dem vorigen Kongreß der Anteil der jüdischen Arbeit an den städtischen und Regierungsarbeiten, der auch vorher viel kleiner war, als es dem jüdischen Arbeiter zukommt, in sehr beträchtlichem Maße gesunken ist. Per Kongreß wendet sich an die Palästinaregierung mit der Forderung, bei der künftigen Festsetzung der Kontingente der arbeitenden Alijah das Gebiet der öffentlichen Arbeiten in entsprechendem Maße zu berücksichtigen, um mit Hilfe einer genügenden Alijah den jüdischen Jischuw instandzusetzen, den ihm gebührenden Nutzen aus den Ausgaben der Regierung für öffentliche Arbeiten zu ziehen. Ebenso unterstreicht der Kongreß die Notwendigkeit, daß von Seiten der Regierung definitive Schritte unternommen werden, um die Beschäftigung von jüdischen Arbeitern bei öffentlichen Arbeiten der Regierung und der Städte in gebührendem Umfange und unter entsprechenden Lohnbedingungen su sichern. 2. Der Kongreß lenkt die Aufmerksamkeit der Regierung auf die zu geringe Zahl der jüdischen Angestellten in der Verwaltung, im Gerichtswesen und im allgemeinen Dienst der Regierung und verlangt, daß Maßnahmen getroffen werden, um dieses Unrecht ' gutzumachen, unter anderem durch Erhöhung der Lohne der Polizisten, Post- und Eisenbahnbeamten.

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