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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 623

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 623 (sequence 628)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Mercminski, Grubner, Weizmann, Wise G23 BERICHTERSTATTER I. MEREMINSKI: Wir können alle einer Meinung in unserer Unzufriedenheit mit der heutigen Form der Jewish Agency und ihrer unzureichenden Tätigkeit sein, können aber einen Antrag wie den hier vorliegenden nicht annehmen. Unser Antrag geht dahin, daß die vor zwei Jahren auf dem Zionistenkongreß und bei der Counciltagung der Jewish Agency getroffene Vereinbarung in Geltung bleibt. Wir beantragen, auf den Beschluß des XVIII. Kongresses Rüdesicht zu nehmen, der praktisch der Unzufriedenheit mit dem heutigen Zustande Ausdruck verleiht und gleichzeitig gewisse Grundsätze enthält, die für unsere zukünftige Tätigkeit erforderlich sind, dagegen keinerlei neue Vorschläge zu akzeptieren. Ich sehe keine politische Weisheit und zionistische Zweckmäßigkeit darin, neue Beschlüsse zu fassen oder das Minderheitsvotum abzulehnen und beantrage daher Übergang zur Tagesordnung über das Minderheitsvotum. Was zur Besserung des heutigen Zustandes geschehen muß, soll durch unsere zionistischen Mitglieder in den Organen der Jewish Agency geschehen. In der darauffolgenden Abstimmung wird Übergang zur Tagesordnung über den Antrag Grubner beschlossen. BERICHT DER GALUTITKOMMISSION. PRÄSIDENT DR. WEIZMANN (der nunmehr den Vorsitz übernimmt): Ich erteile Herrn Dr. Stephen Wise, Berichterstatter der Galuthkommission, das Wort. BERICHTERSTATTER DR. STEPHEN WISE (Weltverein. Allg. Zion.y Amerika — spricht deutsch): Als Vorsitzender der Galuthkommission beehre ich midi, folgenden Bericht zu erstatten. Es wurde eine Anzahl von Resolutionen gefaßt, die ich verlesen werde. Der Kommission ist auch ein Antrag Dr. Insler—Dr. Ebner in der Sache der russisch-jüdischen Emigranten vorgelegt worden, welcher die Bittschrift dieser Emigranten an den XIX. Zionistenkongreß befürwortet. Die Kommission hat beschlossen, das Memorandum und die Resolution der Exekutive zur Behandlung zu überweisen. Wir halten es unter der Würde des zionistischen Kongresses, uns mit den unerhörten Anklagen zu beschäftigen, welche sich in der infamen Fälschung der „Protokolle der Weisen von Zion" befinden. Roch dankt der XIX. Zionistenkongreß der Schweizer Judenschaft, insbesondere dem Schweizer Israelitischen Gemeindebund und der Berner jüdischen Gemeinde für das tapfere Eintreten für jüdische Ehre und jüdische Sicherheit. Angesichts der unerhörten Verleumdungen des jüdischen Volkes hat die Vertretung der Schweizer Judenheit eine befreiende Tat vollbracht, die Verleumder vor das Gericht gezogen und ihre dunklen Machenschaften vor den Augen der Welt enthüllt. Dr. Zollschan hat der Kommission über den Plan einer internationalen und autoritativen Überprüfung der wissenschaftlichen Voraussetzungen der Rassentheorie in Form einer Enquete Bericht erstattet. Die Kommission ist zu der einstimmigen Ansicht gelangt, daß die Aufgabe, die Herr Dr. Zollschan in dankenswerter Weise auf sich genommen hat, der weitestgehenden Förderung wert ist.

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