Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 621 (sequence 626)
- Language
- German, English, Hebrew
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Mereminski, Mossinson, Goldmann 62i BART: Die Revisionisten, der Misrachi und die Linke haben gegen uns gestimmt!) Es ist richtig, daß die Mehrheit gegen euch gestimmt hat, weil Ihr euren Antrag erst vor den Kongreß brachtet, als Ihr bereits sähet, daß Ihr nicht die Mehrheit seid. Ihr wolltet sie künstlich aufrechterhalten, wenn Ihr auch als Argument den „Patriotismus" angabt. Wir treten heute daran heran, den einheitlichen zionistischen Territorialverband zu schaffen. (Zwischenruf DR. REICHMANN: Ihr werdet ihn allein schaffen — wir werden uns an ihm nicht beteiligen!) Wir haben nicht nur den einheitlichen Territorialverband beschlossen, sondern auch die Disziplinpflicht und die Verpflichtung, Kongreßbeschlüsse auszuführen, und wir sind überzeugt davon, daß wir uns alle der Autorität des Kongresses fügen werden. Wir werden uns in den nächsten beiden Jahren bemühen, den Schekel als obligatorische, jährliche Pflicht des Schekelzahlers in die Erziehungsarbeit einzugliedern und hoffen, daß wir zum nächsten Kongreß nicht mit j1^ Million, sondern mit drei oder vier Millionen Schekelzahlern kommen werden. Dies ist auch ein politisches Gebot, von dem ich nicht verstehe, wie wir es in diesem Augenblick vergessen können. Ihr, die Ihr so viel von Politik redet, solltet mit Vorschlägen, die Rechte der Schekelzahler zu beschränken, vorsichtiger sein, weil jeder solche Vorschlag eine Verminderung der Schekelzahler und eine Schwächung ihrer politischen Kraft in unserem Kampfe um Einwanderung, gegen den Legislative Council etc. bedeutet. Wir braudien ernste Mittel, um die Zahl der Schekelzahler zu erhöhen, weil der Schekel stets das deutlichste Symbol für das Streben jedes Juden nach dem „Judenstaat unterwegs" ist. Kommen Sie uns nicht mit Konjunkturpatriotismus! (Zwischenruf DR. REICHMANN: Ist die Exekutive nicht patriotisch?) Die Exekutive wird ihren Patriotismus zeigen, wenn sie die Kongreßbeschlüsse zur Durchführung bringt, und wir schlagen vor, daß der Kongreß beschließt, den Status quo aufrechtzuerhalten. VORS. VIZEPRÄS. DR. MOSSINSON: Wer für irgend eine Änderung in der Sdbekelfrage ist, möge die Hand erheben. Die Anträge auf Änderung werden mit ijj gegen 76 Stimmen abgelehnt. Sodann wird Antrag VIII der Kommission angenommen. BERICHTERSTATTER I. MEREMINSKI: Ich bringe Ihnen als Vorsitzender der Organisationskommission zur Kenntnis, daß die Exekutive sich damit einverstanden erklärt hat, zwei Mitgliedern der Wizo die Teilnahme an jeder A. C.-Sitzung mit beratender Stimme zu gestatten. DR. NAHUM GOLDMANN (Weltverein. Allg. Zion., Brasilien — spricht deutsch): Nur eine Frage: Sollen die Mitglieder der Wizo Mitglieder des A. C. sein? BERICHTERSTATTER I. MEREMINSKI: Nein. Die Wizo wird von mal zu mal eingeladen werden, zwei Vertreterinnen zu entsenden, und diese können sich an jeder Tagung des A. C. beteiligen, haben aber nur beratende Stimme. VORS. VIZEPRÄS. DR. B. MOSSINSON: Wenn dem so ist, erhebt sich wohl im Kongreß kein Widerspruch.