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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 619

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 619 (sequence 624)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Schwarzbart, Locker 619 mit Vertretern der Exekutive und der Linken im Dezember 1934 ist es zu einem Ubereinkommen gekommen, nach welchem die Linke dem Zwcijahresschekel zustimmen sollte. Damals ist dieser Antrag vom Leiter des Organisationsdepartements, Herrn Locker, gestellt worden und der Zweijahresschekel sollte am Kongreß nicht als Minoritätsvotum, sondern als Ergebnis einer Einigung angenommen werden. Wir haben uns auf den Standpunkt der finanziellen Interessen der Exekutive gestellt. Die Praxis beweist, daß die Exekutive aus den Schekalim in den kongreßlosen Jahren unvergleichlich viel weniger Einnahmen hat als im Kongreßjahr. Opposition oder nicht, wir stehen auf dem Standpunkt, daß die Exekutive ausreichende Mittel haben muß. Außerdem haben wir dem abnormalen Zustand ein Ende bereiten wollen, daß Länder, die in den Kongreßjahren 40.000 bis 50.000 Schekalim haben, im kongreßlosen Jahr nur 2000 bis 3000 Schckel aufbringen. Auch anläßlich von Besprechungen bei der A. C.-Tagung wurde im April 1935 die Frage positiv erledigt, ich erhebe von dieser Stelle Protest gegen jene Parteien, die sich konsequent gegen die Gesundung der Zionistischen Organisation durch die Einführung des Zweijahrcsschekels stellen. Die zionistische Öffentlichkeit möge wissen, daß Parteien, die in dieser oder jener Opposition zur Exekutive standen, den zweijährigen Schekel vom Standpunkt der Staatsraison verteidigen, daß aber jene Parteien, die die Exekutive unterstützen, sich gegen den Zweijahrcsschekel aus Parteigründen wehren. Darin liegt der wirkliche Beweis des Doppelspiels von Patriotismus für die Zionistische Organisation mit Worten und Parteipolitik in der Wirklichkeit. Wir stehen seit vielen Jahren einer kompakten Majorität sämtlicher Parteien gegen die Einführung des Zweijahresschekels gegenüber. Wir hatten gehofft, daß auf dem XIX. Kongreß dieses Doppelspiel für und gegen den Zweijahrcsschekel aufhören, daß man uns nicht wieder Versprechungen vor dem Kongreß machen und unsere Anträge in der Kommission niederstimmen würde. Wir werden für den Antrag Hirsch stimmen. Das Schicksal dieses Antrages ist freilich klar: Parteidisziplin steht höher als die Interessen der Zionistischen Organisation. Trotzdem werden wir für diese Sache weiterkämpfen bis zu ihrem endgültigen Siege. (Beifall.) BERL LOCKER (Mitgl. d. Exek. — spricht jüdisch): Ich habe das Wort genommen, nicht um gegen den Minoritätsantrag zu sprechen. In diesem Fall ist die Exekutive in der Kommission in der Minderheit geblieben. Ich habe das Wort genommen, um gewisse Teile der Rede von Dr. Schwarzbart aufzuklären, vor allem gewisse Angriffe gegen Vertreter meiner Partei in früheren Exekutiven und gegen meine Person. Bei der Wiedergabe eines Abkommens darf man nicht nur erzählen, wozu die eine Partei sich verpflichtet hat, sondern man muß auch erzählen, was die zweite Partei übernommen hat. (Zwischenruf DR. STUPP: Sie haben in Jerusalem nicht erzählt, wozu beide Seiten sich verpflichtet haben.) Herr Dr. Stupp, Sic wissen genau, daß das nicht richtig ist. Mitglieder der Exekutive können sich nicht verpflichten, daß ihre Parteien so oder so beschließen werden. Das Junktim, an das die Zustimmung sich band, war die Disziplinfrage und es war beschlossene Sache, daß die Vertreter des Weltverbandes Allgemeiner Zio-

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