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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 617

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 617 (sequence 622)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Mereminski, S. Hirsch 617 Einführung des einheitlichen zionistischen Landesverbandes gefaßt haben, der aus allen Schekelzahlern gebildet werden soll. Als wir gestern den Beschluß über den einheitlichen zionistischen Territorialverband faßten, zogen wir in Rechnung, daß zwischen den Kongressen entweder eine Landeskonferenz oder eine Landesexekutive auf Grund des Kräfteverhältnisses, d. h. auf Grund der Meinung der Schekelzahler, die sich an diesen Wahlen beteiligen, gewählt werden würde. Das bedeutet, daß die ganze zionistische Bewegung an den Wahlen zur Landeskonferenz und am Verkauf der Schekel interessiert sein wird. Hierdurch wird zweifellos der Zustand in der Organisation verbessert werden und die Bewegung wird, wie wir es alle wünschen, eine Volks- und Massenbewegung bleiben. Es liegen auch seitens der Exekutive positive Vorschläge vor; sie ist bereit, in einem gewissen Maße im kongreßlosen Jahre die Landesorganisationen aus den in einem solchen Jahre eingehenden Schekelgeldern für die Zwecke der Ausdehnung der organisatorisch-erzieherischen Arbeit in jedem Lande zu unterstützen. Auf diese Weise dürfen wir hoffen, dazu zu gelangen, daß jeder Zionist den Schekel jährlich kauft, ohne Sanktionen einzuführen, die sich aus den in der Organisationskommission beantragten und jetzt vor den Kongreß gebrachten Minderheitsvoten betr. Zweijahresschekel und Zweistimmenschekel ergeben. Der Antrag, der besagt, daß der Schekelzahler den Schekel jährlich zu kaufen hat, ist nur dann gerechtfertigt, wenn irgend jemand, der ein Jahr seinen Schekel nicht gekauft hat oder in die Zionistische Organisation erst im Kongreßjahre eingetreten ist, kein Kongreßwahlrecht hat. Der zweite Antrag bedeutet die Einführung von Pluralwahlen, denn in diesem Falle würde jeder, der zwischen zwei Kongressen einmal den Schekel kauft, eine Stimme haben, wenn er ihn dagegen jedes Jahr kauft, zwei Stimmen, oder wenn wir beschließen, den Kongreß nur alle drei Jahre einzuberufen, könnte er sogar drei Stimmen haben usw. Dann aber erhebt sich die Frage, was mit einem Schekelzahler geschieht, der im dritten Jahre drei Schekel kauft. Erwirbt er hierdurch drei Stimmen? Wir haben gesagt, daß diese Dinge zu ernst sind, um sie über Nacht anzunehmen oder abzulehnen. Stünden wir nicht heute davor, die Reorganisation im Anschluß an die Einführung des Territorialverbandes, den wir gestern beschlossen haben, einzuführen, dann müßten wir vielleicht einen ganzen Tag im Kongreß oder in der Organisationskommission der Klärung dieser Fragen widmen. Nachdem wir jedoch gestern die einheitliche zionistische Landesorganisation beschlossen haben, beantragen wir, den Status quo des Organisationsstatutes aufrecht zu erhalten. DR. SALLI HIRSCH (Deutschland — spricht deutsch): Ich vertrete ein Minderheitsvotum, das keine Parteiangelegenheit ist, sondern dem alle Parteien einmütig zustimmen würden, wenn sie sich freimachen könnten von taktischen Erwägungen. Der Kongreß ist sich seit langem darüber klar, daß es nicht den demokratischen Prinzipien entspricht, jedem ungeschmälert das Wahlrecht zu gewähren, der unmittelbar vor dem Kongreß zum erstenmal den Schekel erwirbt. Seit vielen Jahren sind Bestrebungen im Gange, das Wahlrecht nur denen zu gewähren, die organisierte Mitglieder der Zionistischen Organisation sind. Aber wir verschließen uns nicht dem Gedanken,

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