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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 603

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 603 (sequence 608)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Locker, Mereminski, Mossinson, Reichmann kann nicht die Absicht bestehen, jemanden zu vergewaltigen oder die Existenz des bestehenden Landesverbandes zu gefährden. Der gegenwärtige Zustand aber ist nicht normal. Es muß eine Gelegenheit für eine gewisse Reform geschaffen werden. Warum haben Sie Angst vor einem Vorschlage, bei dem doch alle Garantien gegeben sind, daß nichts ohne Verständigung mit den Landesorganisationen und ohne Zustimmung des A. C. geschehen wird? BERICHTERSTATTER I. MEREMINSKI: Ich schätze die Besorgnis des Herrn Dr. Stupp um brüderliche Beziehungen in der Zionistischen Organisation sehr hoch und wundere midi daher darüber, daß er dem einträchwiderspricht. Herr Myer hat ausgeführt, daß er sich an die Gewissensfreiheit, die auf diesem Kongreß herrsche, wende. Ich möchte ihn fragen, für wen er Freiheit fordert: für die Parteien und Gruppen, die dem Schekelzahler nicht die Möglichkeit geben, in unsere Angelegenheiten und die Zionistische Organisation einzudringen, oder für die Schekelzahler, die Selbstbestimmungsrecht für ihre zionistische Tätigkeit verdienen? Wer ist dafür verantwortlich, daß wir eine Frage der Schekelzahler haben, die sich mit der Wahl zum Kongreß begnügen? Wer ist dafür verantwortlich, daß wir uns größtenteils in unsere Gruppen und Parteien einspinnen und der Schekelzahler abseits steht? Der Schekel hat eine große zionistische Bedeutung und der Schekelzahler muß zu einem aktiven Teile, zum festen Träger der Zionistischen Organisation werden. Man hat uns hier gefragt: Warum habt ihr nicht schon auf dem vorigen Kongreß für diesen Antrag gestimmt? Ich spreche in diesem Augenblick nicht als Vertreter einer Partei, sondern als Vorsitzender und Berichterstatter der Organisationskommission und möchte in Erinnerung bringen, daß auch auf dem vorigen Kongreß in der Organisationskommission der Territorialverband beschlossen worden ist. Damals kamen zu mir Vertreter der jetzt gestürzten Rechten und baten um Aufschub für ein halbes Jahr, bis diese Frage geklärt sei. Dasselbe fordert jetzt Herr Myer, weil er den Gesundungsprozeß in der Zionistischen Organisation aufhalten will. VORS. VIZEPRÄS. Dr. MOSSINSON: Ich bringe zunächst als weitgehendsten Antrag den Antrag Myer zur Abstimmung, den Kommissionsantrag der neuen Exekutive zur Prüfung und Vorlage auf der nächsten Tagung des A. C. zu überweisen. In der darauf folgenden Abstimmung wird der Antrag Myer gegen 48 Stimmen abgelehnt. VORS. VIZEPRÄS. Dr. MOSSINSON: Wir kommen nunmehr zu dem Minderheitsvotum des Herrn Dr. Reichmann. Ich erteile zunächst dem Antragsteller das Wort. Sodann wird nach der Antwort des Berichterstatters der Kommission Herr Dr. Federbusch seinen Antrag begründen. Dr. HENRYK REICHMANN (Weltverb. Allg. Zion., Ostgalizien — spricht deutsch): Wenn das Projekt der Exekutive angenommen wird, so kann es nach unserer Ansicht nur in Ländern bis zu 150.000 jüdischen Einwohnern durchgeführt werden. Hier ist die Gefahr geringer, weil die Parteitigen Zusammensitzen, das hier vorschlägt,

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