Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 593 (sequence 598)
- Language
- German, English, Hebrew
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Myerson, Schmorak, Goldmann, Stricker, Zuckermann, Rosenstein Meinungsäußerung. Ich erteile also Herrn Dr. Landauer das Wort und nehme an, daß der Kongreß damit einverstanden ist. ING. ROBERT STRICKER (Judenst., Österreich — spricht deutsch): Was bedeutet das? VORS. VIZEPRÄS. Dr. GOLDMANN: Ich habe doch eben gesagt, daß ich annehme, daß der Kongreß damit einverstanden ist. Sie hatten die Möglichkeit, zu beantragen, daß kein weiterer Redner gehört wird. ING. R. STRICKER: Dann schlage ich vor, auch noch einen Kontraredner zu hören. BARUCH ZUCKERMANN (Arb., Amerika — spricht jüdisch): Ich beantrage, ohne Anhörung weiterer Redner die Abstimmung vorzunehmen. Der Antrag Zuckermann wird angenommen. VORS. VIZEPRÄS. Dr. GOLDMANN: Wir schreiten also zur Abstimmung über den Antrag der Kommission. PHILIPP ROSENSTEIN (Judenst., Weltwahlliste — spricht deutsch): Ich beantrage namentliche Abstimmung. VORS. VIZEPRÄS. Dr. GOLDMANN: Namentliche Abstimmung kann man nicht verlangen, indem man dies einfach in den Saal hineinruft. Sie müssen dazu die Unterschrift von 75 Delegierten haben. Da Sie diese nicht vorgelegt haben, werden wir nicht namentlich abstimmen. Ich werde vorerst über den Minderheitsantrag Großmann abstimmen lassen. Für den Antrag Großmann stimmen 3; Delegierte, Pfuirufe der Delegierten der Judenstaatspartei. VORS. VIZEPRÄS. Dr. GOLDMANN: Herr Großmann, ich habe Ihnen die vollste Möglichkeit gegeben, Ihren Standpunkt klarzulegen. Ich appelliere nunmehr an Sie, solche Methoden, die ich nicht qualifizieren will, nicht einzuführen. Ich lasse nunmehr auszählen, wieviel Delegierte gegen Ihren Antrag waren. (Die Auszählung ergibt 177.) Der Antrag ist somit mit 177 zu 35 Stimmen abgelehnt worden. MEIR GROSSMANN: Ich bitte, daß die Stimmenthaltungen gezählt werden. VORS. VIZEPRÄS. Dr. GOLDMANN: Kein Delegierter kann das Präsidium zwingen, die Enthaltungen zu zählen. Das können nur die verlangen, die sich der Stimme enthalten haben. Nunmehr liegen drei Anträge vor: Ein neuer Antrag Großmanns auf Übergang zur Tagesordnung über den Antrag der Kommission; dieser Antrag Großmann ist eben vorgelegt worden, der Antrag Dr. Schmorak auf Rüdeverweisung an die Kommission und der Antrag der Kommission selbst. Ich erteile das Wort Herrn Großmann zur Begründung seines Antrages auf Übergang zur Tagesordnung über den Kommissionsantrag. MEIR GROSSMANN: Idi glaube, daß jene, die gegen unser Minderheitsvotum gestimmt haben, vielleicht diesen unseren zweiten Antrag akzeptieren werden. Um des Prestiges der Zionistischen Organisation willen (Unruhe links), um der Wirkung willen, die der Antrag der Kommission, falls er zum Beschluß erhoben wird, morgen in der jüdischen Gasse hervorrufen wird, um den schweren Schlag zu vermeiden, der uns dadurch zugefügt werden wird (Unruhe links), ist es uns lieber, daß der heute bestehende Status in der Haawarahfrage bestehen bleibt. Es liegt im Interesse der zionisti- 38