Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 589 (sequence 594)
- Language
- German, English, Hebrew
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Feuerring, Kaplansky, Rosenstein, Locker, Kaplan, Goldmann, Wiener als hätte man dem Kongreß hier eine große Summe verheimlicht, halte ich für nicht sehr fair. Was den zweiten Punkt betrifft, so besteht ein Kongreßbeschluß, nach dem man von den Schekelgeldern 10% an die Schekelkommissionen abgeben kann. Dort, wo die Notwendigkeit besteht, hat die Exekutive manchmal auch einen größeren Prozentsatz gewährt. Diesen Satz aber auf 20% zu erhöhen, ist unbegründet. Wenn man versuchen wird, den Plan der Landesorganisationen richtig durchzuführen, wird die Exekutive bereit sein, die finanziellen Fragen mit den Landesorganisationen zu beraten und einer größeren Abgabe von den Sdiekelgeldern zuzustimmen. Aber allgemeine Vorschläge dieser Art kann die Exekutive nicht akzeptieren. PHILIPP ROSENSTEIN (Judenst., Weltwahlliste): Die Antwort des Herrn Locker ist unbefriedigend. Denn solange wir um jede 500 Pfund;n der Kommission handeln, kann man nicht über 32.000 Pfund mit der Begründung hinweggehen, daß wir keine Zeit mehr haben, darüber zu sprechen. ELIESER KAPLAN (Mitgl. d. Exek. — spricht hebräisch): Im kongreßlosen Jahre betrugen die Schekeleinnahmen 12.000 Pfund, in diesem Jahre ca. 40.000 Pfund, insgesamt in beiden Jahren also 52.000 Pfund. Das Ausgabenbudget beträgt jährlich ca. 34.000 Pfund, so daß die genannten Beträge zusammen mit den Beiträgen des Keren Hajessod und des Keren Kajemeth Lejisrael das Budget zweier Jahre decken. Übrigens wurde der Kommission ein detaillierter Budgetvorschlag vorgelebt. In der Kommission bestand allerdings keine Möglichkeit, die Details zu prüfen, und zwar aus zwei Gründen, von denen der entscheidende der war, daß wir heute vor einer grundlegenden Reorganisation und vor der Möglichkeit stehen, daß die Verlegung des Organisationsdepartements nach Palästina beschlossen wird und in London das Politische Departement allein zurückbleibt. Im Zusammenhang damit werden sehr große Änderungen in den Ausgaben des Politischen Departements wie hinsichtlich des Umfangs des Departements für Organisation und Propaganda eintreten. Infolgedessen hat man in der Kommission gesagt, daß es sich nicht lohne, heute die einzelnen Posten festzulegen, sondern daß man nur ein Rahmenbudget beschließen und es der Exekutive überlassen soll, innerhalb dieses Rahmens zu arbeiten. In der anschließenden Abstimmung wird das vom Berichterstatter der Budgetutid Finanzkommission vorschlagene Budget für die Londoner Exekutive angenommen. BERICHTERSTATTER I. FEUERRING: Zu Posten 9 möchte ich noch bemerken, daß im Falle einer Erhöhung des Anteiles des K. H. am Londoner Budget auch der des K. K. L. entsprechend zu erhöhen ist. VORS. VIZEPRÄS. DR. N. GOLDMANN (der nunmehr den Vorsitz übernimmt): Heute sollen noch die Transferresolutionen und die Resolutionen der Organisationskommission behandelt werden. Die Schlußsitzung findet dann morgen, 10 Uhr vormittags,- statt. ARNOLD WIENER (Deutschland — spricht deutsch): Ich lege entschieden Verwahrung gegen die Führung der Geschäfte ein, welche die Delegierten zwingt, sechs Tage länger beim Kongreß zu bleiben, als im Programm