Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 581 (sequence 586)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3476254-3476292--9627-3485778- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Kaplan, Kaplansky, Mossinson, Ostrowski 581 Aktion für Erez Israel und für den Joint durchgeführt. Amerika hat in diesem Jahr für Erez Israel kaum ein Drittel von dem gegeben, was es versprochen hatte. Und von diesem Geld hat man noch diese 12.500 Dollar für die Universität abgezogen. Also wessen Geld war es, wenn nicht unseres? Ich bitte Sie nochmals, nicht einen Posten gegen den anderen abzuwägen. Wenn wir damit erst anfangen, wird jeder hier heraufkommen und für sein Interessengebiet fordern. Wir haben jeden Posten sorgsam abgewogen und fast immer mit allen gegen ein oder zwei Stimmen entschieden. Jetzt kann das Ihnen vorgelegte Budget in keinem Posten gekürzt werden. In Anbetracht der gründlichen Prüfung, der jeder Punkt in der Kommission unterzogen wurde, beantrage ich, die Vorschläge der Kommission zu akzeptieren. VORS. VIZEPRÄS. S. KAPLANSKY: Sie haben nun alle Abänderungsvorschläge gehört. Man sagt mir, daß noch ein Antrag betreffend das Erziehungsbudget vorliegt. In der Budgetkommission war darüber kein Minderheitsantrag angemeldet. Der Vertreter des Waad Leumi brachte zwar einen Antrag ein, er wurde jedoch nicht angenommen, und der Vertreter des Waad Leumi teilte nicht mit, daß er im Plenum einen Minderheitsantrag stellen werde. Ich kann also keinen neuen Antrag zur Abstimmung bringen. DR. B. MOSSINSON: Die Erziehungskommission hat gestern im Plenum Anträge eingebracht, die wir, weil es sich um finanzielle Fragen handelte, auf die Budgetdebatte vertagt haben. Ich glaube, daß man dem Referenten der Erziehungskommission das Recht einräumen muß, seinen Antrag jetzt zu stellen. Der Kongreß kann dann dazu beschließen, was er will. VORS. VIZEPRÄS. KAPLANSKY: Der richtige Vorgang wäre der gewesen, diese Finanzfrage in der Budgetkommission durch die dafür Interessierten vorzubringen. Es besteht für mich keine technische Möglichkeit, hier eine Abstimmung durchzuführen. RAW M. OSTROWSKI (Misr., Erez Israel — spricht hebräisch): Der Vorsitzende hat mir gestern versprochen, daß ich bei der Behandlung der Budgetfragen das Wort erhalten werde. Ich glaube, daß ein zweiter Vorsitzender dieses Versprechen nicht aufheben kann. VORS. VIZEPRÄS. S. KAPLANSKY: Obwohl ich der Meinung bleibe, daß das unserer Geschäftsordnung widerspricht, will ich doch ein Versprechen, das ein Mitglied des Präsidiums gegeben hat, nicht aufheben und erteile Raw Ostrowski das Wort. RAW M. OSTROWSKI: Ich weiß, daß der Waad Leumi in der Budgetkommission kein Minderheitsvotum eingebracht hat. Aber da eine Notwendigkeit der Errichtung von Vorbereitungsklassen für Kinder von Einwanderern besteht, damit sie in die normalen Klassen der Schulen eintreten können, ist ein besonderes Budget für solche Klassen notwendig. Mein Antrag geht dahin, daß wir die Exekutive anweisen, daß sie Wege suche, aus dem Alijahbudget oder dem Budget für die deutschen Juden diese Vorbereitungsklassen zu finanzieren. Wenn diese Möglichkeit nicht .gegeben wird, können wir nicht das durchführen, was für die Kinder der Einwanderer notwendig ist. Wir benötigen ein zusätzliches Minimalbudget von 3000 Pfund, das wir nicht dem Jischuw auferlegen können. Ich bitte, den