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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 580

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 580 (sequence 585)
Language
German, English, Hebrew
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580 2i. Kongreß-Sitzung: Bericht der Budget-und Finanzkommission sondern mußten schauen, wie wir die notwendigsten Bedürfnisse befriedigen. Ich will die Verhältnisse an der Universität hier gleichfalls keiner Kritik unterziehen, obwohl ich Ussischkin zustimme, daß sich die Zionistische Organisation mit dieser Frage näher befassen muß, aber Geld geben ist nicht der einzige Weg. Im Laufe langer Jahre gaben wir erhebliche Beträge für die Universität, warum sagte Ussischkin damals nicht, daß, weil wir Geld geben, wir auch zu bestimmen hätten? (Zwischenruf USSISCHKIN: Damals war ich noch nicht Mitglied des Kuratoriums!! Noch 1931, als wir die ganze kolonisatorische Tätigkeit unterbrachen, subventionierten wir die Universität. Ich wiederhole, wir müssen uns um die Universität kümmern. Wir haben jedoch einen anderen legalen Weg und wir werden im A. C. dazu Stellung nehmen. Doch jetzt spreche ich nicht davon, sondern über das Budget. Man sagt uns, wir sollen das Geld von der Reserve nehmen, es handelt sich um einen Notfall. Was für einen Zweck hat die von uns beantragte Reserve? Sie ist nicht da, um für irgend ein alltägliches Bedürfnis ausgegeben zu werden, sondern wir wollen schon heute, wo unsere Lage etwas besser ist, für schlechte Zeiten Vorsorgen. Ich weiß nicht, wann diese schlechten Tage kommen werden und wie wir dann aussehen werden. Was wird Ussischkin dann sagen? Daß wir uns an den Keren Kayemeth um Geld wenden sollen? Wir wollen einen Arbeitslosenfonds schaffen. Wann soll das geschehen? Wenn die Arbeitslosigkeit schon da sein wird? Dann ist es zu spät. Es genügt nicht, wenn man die Finanzen sanieren will, das Gleichgewicht zwischen Ausgaben und Einnahmen zu wahren. Wir müssen den eisernen Fonds schaffen, der uns über schlechte Zeiten hinweghelfen soll. Der Reservefonds ist nicht weniger wichtig als irgend ein anderer Punkt des Budgets. Wenn wir nicht von der Hand in den Mund leben, sondern auf weitere Sicht arbeiten wollen, muß er geschaffen werden. Der Weg, den Reservefonds abzuschaffen, existiert für uns nicht. (Zwischenruf USSISCHKIN: Ich verlange keine Abschaffung, sondern nur eine Verkleinerung!) In der Kommission waren wir heute einem schweren Druck der Alijahkommission der Agency und der Chaluzverbände im Galuth ausgesetzt. Sie sprachen nicht von 1000 Studenten — ich weiß übrigens nicht, ob die wirklich da sind —, sondern von 30.000 lebenden Menschen, die in unmenschlichen Bedingungen ihr Leben fristen. Und dennoch wagten sie nicht, an den Reservefonds zu rühren. Noch leben wir nicht in sorglosen Zeiten. Wir beginnen erst unsere Arbeit, und man hat kein Recht, von uns zu verlangen, alle Bedürfnisse zu decken. In vielen Fällen müssen wir uns mit einer mehr demonstrativen, symbolischen Zuwendung begnügen. So haben wir es z. B. bei der sozialen Arbeit gemacht — Ussischkin hat dem zugestimmt —, weil immer vor uns als wichtigste Aufgabe steht: Einwanderung und Kolonisation. So müssen wir es auch mit der Universität halten. Die Universität hat auch reiche Gönner, sie können auch den fehlenden Betrag aufbringen. 2500 Pfund ist für uns ein sehr großer Betrag. Warum wir ihn aus „besonderen Quellen" nehmen wollen, will ich Ihnen ebenfalls erklären. Judge Mack erzählte hier, daß vor einem Jahr in Amerika 12.500 Dollar für die Universität gesammelt worden seien, und zwar nicht von Geldern des Keren Hajessod. Wie war es wirklich? In Amerika wurde eine gemeinsame

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