Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 578 (sequence 583)
- Language
- German, English, Hebrew
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578 2i. Kongreß-Sitzung: Beriebt der Budget- und Finanzkommission weiterer Betrag für das Bialik-Institut, und wir haben keine Möglichkeit, eine weitere Quote zu bewilligen. Es soll aber niemand kommen und so tun, als trete nur er für die Pflege der hebräischen Sprache ein, die anderen nicht. Und noch eine Bemerkung, da diese Frage gestellt wurde: Wir haben 4C00 Pfund für das Bialik-Institut bewilligt und der Exekutive die Vollmacht gegeben, eine zusätzliche Summe zu beschaffen, so daß 5000 Pfund zustande kommen, davon sollen 1000 Pfund für die Tätigkeit in der Golah verwendet werden. Dies ist wiederum nicht eine platonische Erklärung, sondern wir haben den festen Willen, diesen Beschluß durchzuführen, und ich glaube, daß es gelingen wird. Ich bitte den Kongreß, keine Zusätze zum Budget anzunehmen. JUDGE JULIAN W. MACK (Weltverein. Allg. Zion., Amerika — spricht deutsch): Wenn Sie mir zu dem,* was ich zu sagen habe, Ihre Zustimmung geben, werde ich sehr gern auch Ihre Kritik an meiner deutschen Sprache entgegennehmen. Wir haben hier den Beschluß der Kommission gehört, ein Budget von 2500 Pfund für die hebräische Universität aus besonderen Quellen aufzubringen. Ich habe in der Kommission 10.000 Pfund beantragt, jedoch mit dem Zusatz, daß dieser Betrag ins reguläre Budget aufgenommen wird. Dies beantrage ich jetzt auch hier. Die Deckung für diesen Betrag kann man auf verschiedenen Wegen beschaffen. Man kann z. B. den Posten der allgemeinen Reserve von 20.000 auf 10.000 Pfund herabsetzen. Man kann ferner von allen übrigen Posten 3% streichen und so den Betrag von 10.000 Pfund erhalten. Ich glaube, es ist Sache der Zionistischen Organisation, sich an den Kosten der Hebräischen Universität zu beteiligen. Seit 10 Jahren bringt Amerika fast 90% des laufenden Universitätsbudgets auf und von diesen 90% werden mindestens 50 bis 75% von Nichtzionisten aufgebracht. Natürlich tun mir diese Nichtzionisten deshalb nicht leid. Aber das entschuldigt die Zionistische Organisation nicht. Denn es ist unsere Universität; wir haben sie gegründet, und die Nichtzionisten sind erst dann hinzugekommen. Das ist aber kein Grund, daß wir nun die Finanzierung der Universität zu einem so großen Teile den Nichtzionisten überlassen. Der Keren Hajessod als solcher soll dieses Geld hergeben. Es ist auch nur gerecht, daß wir für das Budget der Universität Sorge tragen. Ich weise nur auf folgende Gründe hin: der Universität ist unsere Nationalbibliothek angegliedert. Die Universität als solche würde diese Nationalbibliothek nicht brauchen. Diese Nationalbibliothck kostet, wie uns berichtet wird, mindestens 3000 Pfund, und zum mindesten ist es Pflicht unserer Bewegung, für diese Nationalbibliothek der Universität zu sorgen. Hierzu kommen die Kosten der landwirtschaftlichen Abteilung hinzu, die wir jetzt an der Universität errichten wollen und die für unsere Bewegung zweifellos von besonderer Bedeutung ist. Hierfür sind wenigstens 7000 Pfund erforderlich. Die Abteilung wird natürlich viel mehr kosten, aber der Rest wird aus anderen Quellen aufgebracht. M. M. USSISCHKIN (A. C. — spricht hebräisch): Ich unterschreibe alles, was der Vorredner ausgeführt hat. Es ist bedauerlich, daß man hier im Kongreß für das Budget der Universität eintreten und verlangen muß, daß sich die Zionistische Organisation an diesem Budget beteiligt, an dem