Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 577 (sequence 582)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ussischkin, Kaplansky, Rosenstein, Feuerring, BiMopolski, Kaplan 5"1 in der tiefen Überzeugung erschienen, daß er angesichts der kulturellen! Realität Palästinas und der Diaspora nicht nur platonische, sondern positive! konkrete Beschlüsse betreffend eine Subvention unserer Bewegung und Ein-I richtungcn fassen werde. Die Diskussion in der Budgetkommission hat uns! jedoch gezeigt, daß das richtige Verständnis für unsere Arbeit noch nicht I vorhanden ist. Die Grundrichtung der Tätigkeit der Kommission war: Be-i herrschung der wirtschaftlichen Labilität in Palästina. Wir müssen uns! jedoch auch vor einer kulturellen und sprachlichen Labilität fürchten. In der! Diaspora und unter den Einwanderern herrscht Unwissenheit. Heute kom-| men Zehntausende mit fremden Sprachen ins Land. Unseres Erachtens muß! man in diesem für das Schicksal der hebräischen Sprache in Palästina ent-1 scheidenden Augenblick größtes Gewicht auf die sprachliche Vorbereitung] der Einwanderer legen. Auch die Unwissenheit in den Diasporaländern verdient die Aufmerksamkeit des Kongresses. Als Ausdruck dieser unserer Sorgen hat man den Antrag auf Bewilligung von iooo Pfund für unsere Kulturarbeit in der Diaspora gestellt, aber man hat diesen Posten nicht einmal ins Budget aufgenommen. Erstens reicht der Betrag überhaupt nicht aus und zweitens weiß niemand, welches Schicksal er haben wird, nachdem er nicht im Budget steht. Wir selbst haben einen Be-1 trag von 3000 Pfund beantragt, obwohl wir der Meinung sind, daß dieser Betrag angesichts der Größe des sprachlichen und kulturellen Problems in Palästina und der Diaspora etwas dürftig ist. Angesichts der sprachlichen Gefahr in Palästina müssen wir der hebräischen Sprachbewegung, dem hebräischen Lehrer, der in Litauen, Polen, Rumänien so schwer arbeitet, unsere Hilfe bieten. Die Jugend in den kleinen Städten der Diaspora ist nicht imstande, die Beträge für den hebräischen Lehrer aufzubringen; wie also soll die hebräische Sprache heute, wo Zehntausende ins Land strömen, in Palästina zur Herrschaft gelangen?-Wir wollen eine klare Antwort vom Kongreß hören, nicht nur Worte, sondern Taten. Der Kongreß versündigt sich, wenn er diesmal nicht einen bestimmten Beschluß betreffend ein Budget für die Kulturarbeit faßt. Namens der Minderheit der Kommission beantragen wir, 3000 Pfund ins Budget einzusetzen. Der Kongreß muß eine konkrete Antwort geben. ELIESER KAPLAN (Mitgl. d. Exek. — spricht hebräisch): Die Exekutive kommt heute zum Kongreß nicht mit bloßen Reden über Literatur und Kultur, sondern wir haben einen Anfang gemacht mit dem Bialik-Institut. Wir wollen den Rahmen dieser Tätigkeit, vor allem der sprachlichen Vorbereitungsarbeit in der Galuth erweitern. Unter den Aufgaben des Organisation sdepartements befindet sich, wie hier bereits mitgeteilt wurde, auch diese Aufgabe. Wir wollen, wir wir bereits in der Kommission gesagt haben, neben den im Budget bewilligten Mitteln zusätzliche Gelder von zionistischen Institutionen aufbringen, an die wir uns wegen Teilnahme an dieser erweiterten Tätigkeit wenden werden, und darüber hinaus durch das Bialik- Institut selbst Gelder von außen für diesen Zweck bekommen. Das sind nicht bloße Worte, sondern wir werden unseren Beschluß in die Tat umsetzen; wir erachten es aber nicht für möglich, bei diesem Budget, in dem wir viele lebenswichtige Bedürfnisse kürzen mußten, den Posten für die Kulturarbeit zu erhöhen. 22.500 Pfund sind bereits für Erziehung bestimmt, ein 37