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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 566

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 566 (sequence 571)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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566 20. Kongreß-Sitzung: Bericht der Einwanderungskommission Sie wissen, daß man beschlossen hat, in die Chaluzzertifikate nur solche Kandidaten einzubeziehen, die durch die Hachscharah-Kibbuzim hindurchgegangen sind. Die Jemeniten und andere Gruppen, die früher zu den Chaluzim zählten, bilden besondere Kategorien. Meiner Meinung nach lohnt es sich nicht, wegen eines Unterschiedes von 4 Prozent in der jüdischen Öffentlichkeit den Eindruck hervorzurufen, daß man durch Majorität die Einwanderung beherrschen will. Ich weiß, daß es auch auf der Arbeiterseite manchen gibt, der innerlich gegen die Festlegung von 55 Prozent für die Chaluzeinwanderung ist und nur aus Parteidisziplin diesem beantragten Prozentsatz zustimmt. Wären diese Menschen nicht parteigebunden, so würden sie für den Antrag auf 50 Prozent stimmen. Ich bitte Sie also, denen, die den Massen die Chaluzeinwanderung nahebringen wollen, dies nicht zu erschweren und stelle den Antrag, die Chaluzeinwanderung auf „mindestens 50 Prozent" der Zertifikatsein Wanderung festzusetzen. ABRAHAM OSTASZYNSKI (Weltverein. Allg. Zion.y Polen — spricht jüdisch): Ich schlage vor, die Abstimmung über Antrag 2, Absatz a), der Kommission in zwei Teile zu teilen. Stimmen wir zunächst ab über die beiden ersten Sätze des Antrages bis zu den Worten „gewesen sind" und sodann getrennt über den dritten Satz, der mit den Worten beginnt „Von den übrigen Zertifikaten". BERICHTERSTATTER E. DOBKIN: Herr Kleinbaum hat erwähnt, daß nicht alle Mitglieder der Arbeiterfraktion dem Antrage auf Festsetzung eines Prozentsatzes von 55 Prozent für die Chaluzeinwanderung zustimmen. Ich halte es für meine Pflicht, demgegenüber darauf hinzuweisen, daß von den Vertretern der Weltvereinigung Allgemeiner Zionisten in der Kommission nur ein einziger für einen Prozentsatz von 50 Prozent war. Von den Vertretern des Weltverbandes Allgemeiner Zionisten stimmten zwei sogar für ein Kontingent von 60 Prozent. Ich erwähne das nur, um zu zeigen, daß es sich hier nicht um parteigebundene Entscheidungen handelt. Wir von der Linken sind an den differierenden 5 Prozent nicht aus Parteierwägungen interessiert. In diesem Falle könnten wir das Ziel mit anderen Mitteln erreichen. Unser Antrag stammt aus der Sorge für die Einwanderung. Herr Kleinbaum weiß ganz gut, daß, wenn hier von Chaluzeinwanderung gesprochen wird, die Chaluzorganisationen aller Richtungen gemeint sind. Man darf auch nicht den Chaluz in Gegensatz stellen zum ganzen Volke. Die Ghaluzim gehören auch zum jüdischen Volke und an ihrer Einwanderung sind ebenso Handwerker wie Händler interessiert, deren Söhne Chaluzim sind. Man soll also keine künstlichen Gegensätze konstruieren, die doch nur in der Phantasie einiger Führer existieren. Sie wissen, daß die Mehrheit der Kommission für eine Quote von 60 Prozent für die Chaluzeinwanderung war und wir hofften, mit dem Antrage auf 5 $ Prozent ein Kompromiß gefunden zu haben und so die Chaluzeinwanderung erhöhen zu können. Sie wissen sicher, daß die Chaluzeinwanderung nur 18 Prozent der Gesamteinwanderung beträgt, weil ein Teil der Einwanderer unsere Zertifikate nicht braucht. Ich schlage also vor, den Kommissionsantrag anzunehmen.

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