Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 567 (sequence 572)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ostaszynski, Dobkin, Mossinson 567 VORS. VIZEPRÄS. Dr. MOSSINSON: Ich stelle zunächst den Abänderungsantrag Kleinbaum zur Abstimmung, die Quote der Chaluzeinwanderung statt auf 55 Prozent auf mindestens 50 Prozent festzusetzen. In der Abstimmung wird der Antrag Kleinbaum abgelehnt, der erste Teil des Kommissionsantrages angenommen» VORS. VIZEPRÄS. Dr. MOSSINSON: Wir kommen sodann zum zweiten Teil des Antrages 2 a) der Kommission. ABRAHAM OSTASZYNSKI (Weltverein. Allg. Zion., Polen — spricht hebräisch): Ich beantrage, statt der Worte „ein Drittel" ausdrücklich zu sagen: „15 Prozent", weil die Worte „für die anderen Kategorien arbeitender Einwanderer" nicht deutlich genug sind und viele Deutungen zulassen. BERICHTERSTATTER E. DOBKIN: Ich bin namens der Kommission damit einverstanden, daß nadi den Worten „ein Drittel" eingefügt wird „das heißt 15 Prozent". In der Abstimmung wird der zweite Teil des Antrages der Kommmission mit dem Zusatz des Berichterstatters angenommen. BERICHTERSTATTER E. DOBKIN: Ich habe Ihnen endlich eine Reihe von Wünschen der Einwanderungskommission zur Kenntnis zu bringen. Uber diese Wünsche braucht nicht abgestimmt zu werden; sie sollen vielmehr nur nach Kenntnisnahme durch das Plenum des Kongresses an die Exekutive übermittelt werden. Diese Wünsche der Einwanderungskommission lauten (liest): WÜNSCHE DER ALIJAHKOMMISSION BEZÜGLICH DER FORDE¬ RUNGEN DES EINWANDERUNGSDEPARTEMENTS. a) Die Alijahkommission bestimmt, daß die Zionistische Organisation berechtigt ist, sich mit Touristik nur im Einvernehmen mit dem Palästinaamte „ und unter seiner Aufsicht zu befassen. Eine zionistische Organisation, die auf andere Weise Touristik betreibt, verliert das Recht auf Vertretung im Palästinaamte und auf Erhalt von Zertifikaten auf Grund von Empfehlungen. b) Die Alijahkommission bestätigt das Gebührensystem des Einwanderungsdepartements und schlägt vor, jedem Einwanderer eine Hachscharah-Zusatzgebühr aufzuerlegen, nach einer Skala, die vom Eircwanderungsdepartement bestimmt werden soll. Das Einwanderungsdepartement wird aufgefordert, so weit als möglich die Gebühr für „erste Einrichtung'4 für Chaluzim aus Ländern der Hachscharah (außer Deutschland) zu verringern. c) Die Alijahkommission stimmt der Errichtung einer gemeinsamen Kasse der Organisationen der Fachleute nur zu, wenn vorher die Kontrolle über die Organisationen der Fachleute bei den Palästinaämtern und ihre Kartotheken eingerichtet sind. Das Einwanderungsdepartement wird die Höhe der Gebühren und die Art ihrer Kontrolle festsetzen. d) Die Kommission beauftragt das Einwanderungsdepartement, im Laufe eines Monates den Konflikt zwischen den Plugoth der „Allgemeinen zionistischen Chaluzorganisation" in Litauen,'Österreich usw. zu klären und zu einem befriedigenden Abschluß zu bringen. e) Die Alijahkommission spricht sich gegen den Abschluß von neuen Verträgen mit Irgunim, die außerhalb der Zionistischen Organisation stehen, auf Kosten der Einwanderung organisierter Zionismen aus. f) Zertifikate an zionistisch« Mitarbeiter werden von den Palästinaämtern nach Beratung mit Vertretern der Hauptbüros des Keren Kayemeth Lejisrael £•