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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 554

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 554 (sequence 559)
Language
German, English, Hebrew
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554 19. Kongreß-Sitzung: Bericht der Einwanderungskommission Zertifikate sollte man nicht vornehmen auf Grund der Zahl der auf Hachscharah befindlichen Chaluzim, weil das zu Konkurrenzkämpfen und zur Eingliederung unerwünschter Elemente in die Hachscharah führt. Wir schlagen daher vor, die Verteilung der Zertifikate nach Vereinbarung zwischen den Verbänden und, wenn diese nicht zustande kommt, nach dem Parteiverhältnis auf dem Kongreß vorzunehmen. BERICHTERSTATTER E. DOBKIN: Ich wundere mich, daß ein Vertreter einer Chaluzorganisation, wie Herr Hader, der sicher mit mir darin übereinstimmt, daß die jüdische Jugend zur Arbeit und Hachscharah erzogen werden muß, uns vorschlägt, dieser Jugend zu sagen, daß sie für die Vorbereitung auf Palästina die Hachscharah-Kibbuzim nicht braucht, sondern sich selbst im Kongreßwahlkampf und bei der Schekelaktion vorbereiten kann. Wir glauben im Gegensatz dazu, daß der einzig richtige Weg für die Feststellung der für die Alijah in Betracht kommenden Angehörigen jedes Verbandes die Berücksichtigung der Zahl ihrer auf Hachscharah befindlichen Mitglieder ist. In der darauffolgenden Abstimmung wird das Minderheitsvotum mit 97 gegen 47 Stimmen abgelehnt, der Antrag der Kommission angenommen. BERICHTERSTATTER E. DOBKIN: Ich verlese nunmehr Absatz e) des Antrages der Kommission (liest): e) Der XIX. Kongreß betsta'tigt die Anweisungen des Inimigrationsdepartements der Jewish Agency, daß die Palästinaämter von den Zertifikatseinwanderern die Kenntnis der hebräischen Sprache verlangen sollen. Zu diesem Antrag liegt folgender Gegenantrag des Delegierten Szczupakiewiez vor (liest); Der XIX. Kongreß bestätigt den Beschluß betreffend Vorrang der Hebräischsprechenden bei der Verteilung der Zertifikate. RABBI JESSE SCHWARZ (Weltverein. Allg. Zionist., Canada — spricht jüdisch): Ich möchte namens der Allgemeinen Zionisten Canadas gegen den Kommissionsantrag einige Worte sagen. Wir kennen genau die Gründe, die die Kommission dazu bewogen haben, den Palästinaämtern aufzuerlegen, daß sie von den Einwanderern die Kenntnis der hebräischen Sprache fordern. Im möchte auch nicht für das Jiddische eintreten; denn ich gehöre nicht zu den linken Poale. Zion. Ich möchte aber auf eine Tatsache hinweisen: Vor 15 Jahren beschloß der amerikanische Kongreß, von jedem Einwanderer die Ablegung eines Bildungsexamens zu fordern. Die amerikanischen Juden protestierten in Versammlungen dagegen, gingen zu Präsident Wilson und erklärten, daß das der freiheitlidien Tradition Amerikas widerspreche. (Zwischenruf rechts: Palästina ist nicht Amerika!) Präsident Wilson verhinderte die Annahme des Gesetzes. Was aber tun wir heute? Gewiß wollen wir alle, daß die Chaluzim hebräisch können, aber Bildungsexamina dürfen wir für Einwanderer nicht einführen. Noch etwas! Wir haben in Canada 150.000—160.000 Juden, die über große Siedlungen auf einer Fläche von 3000 Meilen zerstreut sind. Man hat in Canada Zertifikate an junge Leute in kleinen Städten verteilt. Wie können wir von ihnen fordern, daß sie vor ihrer Alijah Hebräisch lernen* wo sit doch dazu gar keine Möglichkeit haben? Wollen wir nur

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