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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 549

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 549 (sequence 554)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9595-3485746
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Dobkin 549 allen Pionierarbeiten erobern. Deswegen war die erste Schlußfolgerung der Alijahkommission in der Frage der Zertifikatverteilung: eine organisierte Alijah, eine Alijah, die für das Leben in Erez Israel und Pionieraufgaben vorbereitet ist. Noch vor drei Jahren war das Verhältnis der einwandernden Kapitalisten zu den Zertifikateinwanderern i zu 7. Im Jahre 1934 hat sich dieses Verhältnis auf 1 zu 3 verschoben. Natürlich gönnt jeder den Kapitalisten die Einwanderung nach Erez Israel^ aber dieses schreckliche Mißverhältnis von weniger als drei arbeitenden Einwanderern auf einen Kapitalisten erklärt uns den schweren Mangel an Arbeitern in Palästina in den letzten Jahren. Von selbst drängt sich die Schlußfolgerung auf, daß alle Zertifikate an Arbeitende verteilt werden müssen. Es war ferner die allgemeine Ansicht der Kommission, daß man das Chaluzelement in der Alijah verstärken muß. Deswegen kommt die Mehrheit der Kommission mit dem Vorschlage, 55% der Zertifikate den Chaluzim zu geben. Es lagen noch zwei Vorschläge in der Kommission vor. Ein Mindcrheitsvorschlag, der viele Stimmen auf sich vereinigte, war für 60%, ein dritter Antrag war nur für 50% der Zertifikate für die Chaluzim. Ich hoffe, daß wir hier nicht über alle drei Vorschläge abstimmen müssen und den Antrag der Mehrheit der Kommission annehmen werden. Die Kommission erachtete es als ihre besondere Pflicht, über die Einwanderung einer weiteren Kategorie zu beraten, die als organisierte Gruppe an uns herantrat, die Fachleute. Die Mehrheit der Kommission ist der Meinung, daß es notwendig ist, ein neues System und einen neuen Weg auf dem Gebiete der Alijah dieser Kategorie einzuschlagen. Wir wissen, wie die Wirtschaft Erez Israels unter dem Mangel an erfahrenen Fachleuten gelitten hat, während es Zehntausende qualifizierter Arbeiter in vielen Galuthländern gibt, für deren Einwanderung'wir nicht zu sorgen verstanden. Die Kommission ist der Meinung, daß gleichzeitig mit der Verstärkung der Chaluzim-Alijah auch bestimmte Maßnahmen für die Regelung der Einwanderung von Fachleuten getroffen werden müssen. Diese Alijah soll nicht auf dem üblichen Wege der Prüfungen, denen ^die Einwanderungskandidaten unterzogen werden, vor sich gehen, sondern indem die Einwanderer dieser Kategorie eine bestimmte Vorbereitung für das Leben in Palästina erhalten, die hebräische Sprache erlernen und eine zionistische Hachscharah durchmachen. In dieser Sache kommen wir mit rein praktischen Vorschlägen. Der Grundvorschla^ ist, daß wenigstens i$c/c^ der Zertifikate an organisierte Handwerker und Fachleute verteilt werdet». Nach der vom Kongreß festzusetzenden Zertifik^tzahl für Chaluzim und Fachleute soll nach der Meinung der Kommission'der Rest der Zertifikate vom Einwanderungsdepartement der Jewish Agency nach Gutdünken verteilt werden. Dabei kommen in Betracht Verwandte, Einwanderer aus den Ländern des Orients und in einem gewissen Grude auch zionistische Mitarbeiter. Wir haben es nicht für notwendig gefunden, für diese Kategorien < bestimmte Zahlen festzusetzen, sondern es der jewish Agency überlassen. Über den Schlüssel für die Verteilung der Zertifikate unter die Chaluzorganisationen ist die Kommission trotz heftiger Debatte zu keiner Einigung gekommen und legt daher dem Kongreß zwei Vorschläge vor. Die Korn-

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