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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 541

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 541 (sequence 546)
Language
German, English, Hebrew
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Ostrowski, Mossinson 541 Vor drei Jahren glaubten wir, daß der Jischuw nach drei Jahren das Er- ^iehungswesen würde erhalten und sogar die Bedürfnisse einer großen Einwanderung auf dem Gebiete des Schul Wesens befriedigen können. Leider haben wir den Weg dazu nicht gefunden. In einem gewissen Maße bestreitet der Jischuw zwar die Bedürfnisse des Schulwesens, aber in vollem Umfange kann er bei der wachsenden Einwanderung die Last des Budgets allein nicht tragen. Der Jischuw beteiligt sich gegenwärtig am zentralisierten Erziehungswesen mit 52.000 Pfund, gegenüber 35.000 Pfund im Jahre 5693. Dies ist jedoch nicht sein ganzer finanzieller Anteil. Die 33.000 Schüler des zentralen Erziehungswesens kosten genau 197.000 Pfund. Wenn wir in unser Budget nur 52.006 Pfund einsetzen, so geschieht das, weil wir die Beiträge des Jischuw nicht berücksichtigen. Das genaue Budget des Waad Leumi beträgt 117.000 Pfund, wovon der Jischuw 52.000 Pfund trägt. Die Regierung leistet 36.000 Pfund und 23.000 Pfund fehlen. 20.000 Pfund fehlen für das reguläre Budget, für die Errichtung neuer Klassen in den bestehenden Schulen und an neuen Siedlungsplätzen. Doch gleichzeitig sind Vorbereitungsklassen für die Kinder neuer Einwanderer notwendig, und zwar für Einwandererkinder aus Deutschland und aus orientalischen Ländern. Diese Vorbereitung muß sechs Monate und mitunter länger dauern, um den Kindern den Eintritt in die Klassen der Schulen zu ermöglichen. Wir schlagen also die Annahme des Antrages 3 vor. Da dieser Antrag mit dem allgemeinen Budget verbunden ist, haben wir ihn in der Budgetkommission eingebracht. Sollte die Budgetkommission den Antrag auf 3000 Pfund für die Eröffnung von Vorbereitungsklassen nicht annehmen, dann fordern wir vom Kongreß, daß er sich an die Exekutive mit dem Ersuchen wendet, sie solle einen Weg suchen, um aus verschiedenen Quellen diese Summe zu beschaffen. Die Kommission schlägt daher dem Kongreß die Annahme folgenden Antrages vor (liest): 3. BUDGET. Der Kongreß stellt mit Genugtuung fest, daß sich das Schulnetz Palästinas, das unter Leitung des Waad Leumi steht, sowohl hinsichtlich der Zahl der Anstalten, der Schüler und der Lehrer wie auch hinsichtlich der Beteiligung des Jischuw an der Erhaltung des Schulwerkcs ausdehnt und entwickelt. Der Kongreß stellt gleichzeitig fest, daß infolge der großen Einwanderung Vorbereitungsklassen für die Kinder der Einwanderer an den bestehenden Schulen geschaffen werden müssen und beschließt, dem Waad Leumi neben dem regulären Budget von 20.000 Pfund für das Erziehungswesen weitere 3000 Pfund für diese neuen Klassen für die Einwandererkinder zu bewilligen. VORS. VIZEPRÄS. DR. MOSSINSON: Zu meinem großen Bedauern können wir über diesen Antrag nicht abstimmen, da es uns unmöglich ist, über Beschlüsse abzustimmen, die mit dem Budget zusammenhängen. Wenn die Budgetkommission mit ihren Anträgen kommt, wird Rabbi Ostrowski die Möglichkeit haben, seinen Antrag auf Eröffnung neuer Vorbereitungsklassen vorzubringen. Wenn der Antrag dann nicht angenommen wird, kann er sich an die Exekutive wenden. BERICHTERSTATTER RAW MOSCHE OSTROWSKI: Dann werde ich nicht die Möglichkeit haben, diesen Antrag einzubringen, da in der Budgetkommission nur die Minderheit für ihn war.

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