Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 540 (sequence 545)
- Language
- German, English, Hebrew
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540 i8. Kongr.-Sitzung: Bericht d. Kulturu. Erziehungskommission jüdischen Kinder im volksschulpflichtigen Alter zu arabischen Kindern im gleichen Alter ist 18%, das Verhältnis der jüdischen Bevölkerung zur arabischen beträgt jedoch 26%. Vorläufig hat die Regierung die Forderung, des Waad Leumi noch nicht erfüllt. Die Kommission hielt es daher für notwendig, unserer Auffassung erneut in einem Antrage Ausdruck zu geben. Zu Abschnitt b) des Kommissionsantrages ist zu bemerken: Die Regierung setzte in diesem Jahre 106.000 Pfund von der palästinensischen Anleihe für Errichtung von arabischen Schulhäusern in den Städten und ferner 27.000 Pfund für den Bau eines Seminars für arabische Lehrer fest. Wir verlangten von der Regierung mit Recht, daß sie auch einen Betrag für die Errichtung von Bauten für jüdische Schulen im Lande festsetze. Hier war unsere Forderung noch umfassender, und wir begnügten uns nicht damit, einen Anteil für uns entsprechend der Verhältniszahl der Bevölkerung zu verlangen, sondern gemäß den Bedürfnissen der jüdischen Erziehung im Lande. Das jüdische Erziehungswesen leidet sehr unter dem Mangel an geeigneten Schulhäusern. Es gibt Fälle, da man in den Zentren der Stadt keine Häuser für Schulen bekommen kann, und daher muß man für die Errichtung von Bauten sorgen. Zu unserem Bedauern hat die. Regierung unsere Forderung nicht bewilligt, so daß jetzt Verhandlungen mit der Regierung über eine von der Regierung garantierte Anleihe geführt werden. Die Erziehungskommission schlägt daher dem Kongreß vor (liest): 2. FORDERUNGEN AN DIE MANDATSREGIERUNG. a) Der Kongreß betont, daß der Anteil der Palästinaregierung am Budget des jüdischen Erziehungswesens trotz seiner Erhöhung im letzten Jahre noch weit davon entfernt ist, den "Bedürfnissen und Ansprüchen des Jischuw und seinem Anteil an den Einnahmen der Regierung zu entsprechen. Der Kongreß unterstützt daher die Forderung des Waad Leumi an die Mandatsregierung auf Bewilligung eines Anteils am Budget des Erziehungswesens, der in vollem Umfange der Größe des Jischuw in seinem Verhältnis zur Bevölkerung des Landes entspricht. b) Da die Regierung 132.000 Pfund der Palästina-Anleihe für Gebäude für die arabischen Schulen bewilligt hat, ohne gleichzeitig den geringsten Betrag für den Bau von jüdischen Schulhäusern zu bewilligen, obwohl das jüdische Erziehungswesen außerordentlich unter Mangel an entsprechenden Schulgebäuden in Stadt und Land leidet, fordert der Kongreß, der darin eine Benachteiligung der jüdischen Bevölkerung Palästinas sieht, von der Regierung Palästinas die Abstellung dieser Benachteiligung und die Bewilligung des für den Bau von jüdischen Schulgebäuden erforderlichen Betrages. Antrag 2 a) und h) wird ohne Debatte angenommen. BERICHTERSTATTER RAW M. OSTROWSKI: Unser Budget steigt von Jahr zu Jahr. Selbstverständlich führt die starke Einwanderung zu einer Vermehrung der Schulen; döshalb beantragen wir beim Kongreß eine Subvention des Erziehungswesens durch die Jewish Agency. Wie Sie wissen, wurde Ende 5692 bei der Übertragung des Erziehungswesens auf den Waad Leumi vom A. C. beschlossen, ihm in den ersten drei Jahren eine Beihilfe von 40.000 Pfund jährlich für das Erziehungswesen zu gewähren. Anscheinend hatte der Kongreß keine Möglichkeit, diese Verpflichtung zu erfüllen. In den Jahren 5694 und 5695 konnte der Kongreß nur 20.000 Pfund bewilligen. Audi uns fällt es schwer, unser Wort zu halten.