Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 542 (sequence 547)
- Language
- German, English, Hebrew
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542 iS. Kongr-Sitzung: Bericht d. Kulturu. Erziehungskommission VORS. VIZEPRÄS. DR. MOSSINSON: Wir versprechen Ihnen, daß Ihnen die Möglichkeit gegeben werden wird. Jetzt können wir über den zweiten Teil des Antrages nicht abstimmen. Wir stimmen also jetzt nur über Absatz i des Antrages 3 ab. Antrag 3, Absatz 1 wird angenommen. BERICHTERSTATTER RAW M. OSTROWSKI: Wir kommen dann zu den Forderungen an das für das Erzichungswesen verantwortliche Organ. Als ,das Erziehungswesen auf die Knesseth Israel übertragen wurde, erklärte der Kongreß, daß er auch weiterhin seine Meinung über die Entwicklung der jüdischen Erziehung im Lande kundgeben wolle. Deshalb hat es die Kommission nach Anhörung eines Berichtes des Leiters des Erziehungswesens für richtig gefunden, dem Kongreß vorzuschlagen, daß er an den Waad Leumi, dem gegenwärtig die Erziehung untersteht, einige Forderungen stelle (verliest Resolution 4): 4. FORDERUNGEN AN DEN WAAD LEUMI. a) Der Kongreß ersucht die Leitung des Erziehungswesens, durch Aufklärung und prinzipielle Verhandlungen mit allen in Betracht kommenden Faktoren alle Anstrengungen zu machen, damit das allgemeine Erziehungswesen auch die übrigen im Lande befindlichen Schulen und die Privatschulen umfaßt, damit in Zukunft das gesamte jüdische Schulwesen Palästinas unter der Verantwortung der Knesseth Israel steht. b) Der Kongreß ersucht die Leitung des palästinensischen Erziehungswesens, alle Anstrengungen zu machen, um die Kindergärten unter die Aufsicht und Verantwortung der Knesseth Israel zu bringen. c) Der Kongreß ersucht die Leitung des Erziehungswesens, dafür zu sorgen, daß Fachschulen für Landwirtschaft und Handwerk geschaffen werden. d) Der Kongreß ersucht den Waad Leumi, dafür zu sorgen, daß das Erziehungswesen so ausgestaltet wird, daß keine jüdischen Kinder ohne geregelt« Erziehung bleiben. Wie ich zu Beginn meiner Ausführungen mitgeteilt habe, beträgt die Zahl der in Palästina Schulen besuchenden jüdischen Kinder 50.000. Die Zahl der die Schulen der Knesseth Israel besuchenden Kinder beträgt 33.000; daraus geht hervor, daß 17.000 jüdische Kinder andere Schulen besuchen, die Talmud Thora-Sdhulen des alten Jisdiuw, die Schulen der Alliance, die Evelyne Rothschild-Schule und Privatschulen. Die Kommission jst der Meinung, daß das Erziehungsnetz des Knesseth Israel alle Schulen des Landes umfassen sollte. Zwar kann das nicht in kurzer Zeit geschehen, man muß es jedoch anstreben, und der Waad Leumi hat die Pflicnt, ständig Verhandlungen mit allen Organen zu führen, um alle Schulen seiner Leitung und Verantwortung zu unterstellen. Antrag 4, Absatz a) wird sodann angenommen. , BERICHTERSTATTER RAW M. OSTROWSKI: Wie Sie wissen, hat man vor zirka drei Jahren bei der Übertragung des Erziehungswesens auf die Knesseth Israel infolge der schwierigen finanziellen Situation die Kindergarten aus dem Schulnetz der Knesseth Israel herausgenommen. Die Kindergärten stehen zwar unter ihrer Aufsicht, aber sie sind ihr nicht unterstellt. Vielmehr erhält jeder Kibbuz und jede Gemeinde ihre Kindergärten