Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 538 (sequence 543)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3476254-3476292--9584-3485735- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
688 /#. Kongr.-Sitzung: Bericht d. Kulturu. Erziehungskommission BERICHTERSTATTER S. FEINSTEIN: Ich verlese endlich die auf die Förderung der Industrie bezüglichen Anträge der Arbeitskommission (liest): Der XIX. Zionistenkongreß nimmt mit Befriedigung von der Entwicklung der jüdischen Industrie und des jüdischen Handwerks in Erez Israel Kenntnis, welche eine Existenzquelle für zehntausende jüdischer Familien geworden sind. Die fruchtbare Initiative der Industriellen in Verbindung mit der Hingabe der 25.000 Arbeiter, welche in der Industrie unter wenig günstigen Bedingungen beschäftigt sind, bewirkte die Errichtung eines weitverzweigten Netzes von großen und kleinen industriellen Unternehmungen auf verschiedenen Gebieten, deren Produkte sich immer größeren Raum bei der Befriedigung der Bedürfnisse des Jischuw erobern. Dennoch kann unsere junge Industrie noch nicht als fundiert angesehen werden. Der Palästinamarkt wird in immer stärkerem Maße mit Waren anderer Industrieländer überschwemmt, ohne jeden ausreichenden Schutz durch ein Zollsystem und ohne Gegenseitigkeitsschutz infolge Fehlens entsprechender Handelsverträge. Auch der Jischuw in Erez Israel hat unsere Industrie nicht genügend unterstützt. Der XIX. Zionistenkongreß lenkt die Aufmerksamkeit der Palästinaregierune auf ihre Pflicht, die palästinensische Produktion durch ein entsprechendes Zollsystem und Handelsverträge zu schützen. Der XIX. Zionistenkongreß erklärt den Konsum von Landesprodukten (Tozereth Haarez) als zionistische Pflicht und fordert den Jischuw in Palästina auf, dieses Gebot mit besonderer Strenge einzuhalten. Der XIX. Zionistenkongreß fordert alle Institutionen auf, die öffentliche Tätigkeit für Tozereth Haarez zu unterstützen. Die Antrüge werden ohne Debatte angenommen. BERICHT DER KULTUR- UND ERZIEHUNGS¬ KOMMISSION. VORS. VIZEPRÄS. DR. MOSSINSON: Wir treten nunmehr in die Behandlung der Anträge der Kommission für Kultur und Erziehung ein. Das Wort hat als Berichterstatter Raw Ostrowski: RAW MOSCHE OSTROWSKI (Misr. Erez Israel — spricht hebräisch): Ich habe Ihnen den Bericht der Erziehungskommission zu erstatten. Die Kommission befaßte sich mit Fragen der Erziehung in Erez Israel und im Galuth. Zunächst unterbreite ich Ihnen die Anträge über die Erziehung in Erez Israel. Wie Sie wissen, hat der XVIII. Kongreß den Beschluß des Aktionskomitees vom Ende des Jahres 5692, das Erziehungswerk der Tewish Agency dem Waad Leumi zu unterstellen, bestätigt. Seit damals hat sich das Erziehungswerk in Erez Israel in allen seinen Richtungen stark entwickelt. Als der Waad Leumi die Schulen von der Zionistischen Organisation übernahm, betrug die Zahl der Schüler etwa 21.000, während sie Ende des letzten Schuljahres 33.000 erreidite, wobei zu berücksichtigen ist, daß außerhalb der Schulen des Waad Leumi noch über 16.000 jüdische Kinder andere Schulen besuchen. Die Zahl der Schulen ist höher als 300, die der Lehrer mehr als 1000. Daraus ist zu ersehen, daß die Knesset!» Israel das ihr anvertraute Schulwerk gut betreut und viel Energie darauf verwendet hat. Das Erziehungswerk in Erez Israel teilt sich, wie Sie wissen, in drei Richtungen, von denen jede autonom arbeitet: die Richtung des allgemeinen Ereie-