Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 536 (sequence 541)
- Language
- German, English, Hebrew
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5S6 /#. Kongreß-Sitzung: Bericht der Arbeitskommission Die Arbeitskommission wendet sich an die Bankenkommission mit dem Ex¬ Suchen um Anwendung praktischer Maßnahmen, um den Beschluß der Sitzung des Aktionskomitees vom 28. März 1935 bis 8. April 1935 über Sicherung der jüdischen Arbeit in den von ihr unterstützten Unternehmungen durchzuführen. 15. Die Arbeitskommission schlägt der Finanz- und Budgetkommssion vor, im jährlichen Budget der Exekutive der Agency entsprechende Reservebeträge festzusetzen, die zur Bildung eines von der Exekutive zu verwaltenden Arbeitslosenfonds dienen sollen. Beide Anträge werden ohne Widerspruch als interne Weisungen angenommen. BERICHTERSTATTER S. FEINSTEIN: Bevor wir zur Behandlung der Anträge über die Arbeit auf dem Meere übergehen, halte ich es für erforderlich, einige Worte vorauszuschicken. Ich halte es für unnötig, auf diesem Kongreß über die politische und wirtschaftliche Bedeutung der Arbeit auf dem Meere und der Schiffahrt für uns zu sprechen. Es ist erstaunlich, daß unsere Initiative, sowohl die des privaten, als auch die des nationalen Kapitals, diesen für unsere Existenz in Erez Israel so entscheidenden Arbeitszweig bisher nicht in entsprechendem Maße berücksichtigt hat. Die Entwicklung der letzten Jahre macht unsere Tätigkeit auf dem Meere zu einem Aufgabenkreis ersten Ranges. Ich weiß nicht, wieviele von uns die Länge der Seeküste Palästinas kennen. Es gibt Länder, die erbittert um einen Zutritt zum Meere kämpfen, und wir leben in einem Lande, dessen Seeküste 190 Kilometer lang ist und das günstige natürliche Bedingungen für Schiffahrt, Fischerei usw. hat. Ich weiß nicht, ob vielen von Ihnen bekannt ist, daß im Jahre 1934 die durchsdinittlidie Tonnage der Schiffe, die Erez Israel anliefen und von Erez Israel ausliefen, 4,5 Tonnen pro Kopf der Bevölkerung betrug, während sie in dem großen England nur 3 Tonnen und in Deutschland 1/2 Tonne erreichte. Im Jahre 1930 betrug die Gesamttonnage der in Palästina an- und auslaufenden Schiffe 1,900.000 Tonnen, im Jahre 1934 fast 6 Millionen Tonnen. Der Warenumsatz in den beiden Häfen Jaffa und Haifa stieg von 1930 bis 1934 von 470.000 auf 1,300.000 Pfund. Die Zahl der Einwanderer, Touristen und Einwohner des Landes, die im Jahre 1934 die Häfen passierten, erreicht die Höhe von fast 300.000. Diese Ziffern sind dem offiziellen Handelsbericht der Palästinaregierung entnommen * und berücksichtigen nicht die Menschen und Waren, die auf dem Landwege nach Palästina kamen. Erez Israel zahlte im Jahre 1934 für den Warenverkehr 1,040.000 Pfund (80 Piaster pro Tonne), für den Reiseverkehr, wenn man einen Durchschnitt von 10 Pfund pro Reisenden annimmt, fast 3 Millionen Pfund, zusammen im Jahre 1934 über 4 Millionen Pfund. Von diesem Betrag sind mindestens zwei Drittel, das heißt 2,700.000 Pfund von und für Juden ausgegeben worden. Nach Berechnungen von Sachverständigen, zum Beispiel des Delegierten Aba Chuschi, wurden mit dem Geld, das wir zahlten, rund 14*000 Arbeiter beschäftigt, darunter nur 110 Juden. Dabei ist zu erwähnen, daß selbst in der toten Saison in den Häfen 1200 bis 2000 Arbeiter, in der normalen Saison 3000 bis 3500 Arbeiter beschäftigt sind, darunter nur 350 Juden. Was haben wir dem gegenüberzustellen? Nur erste Anfänge, von denen der bedeutsamste der der Palestine Shipping Co. ist, die mit ihrem