Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 528 (sequence 533)
- Language
- German, English, Hebrew
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628 i8. Kongreß-Sitzung: Bericht der Arbeitskommission Ich darf wohl Ihren Beifall als Zustimmung zu meinem Antrage ansehen. Der Antrag ist angenommen. Ich erteile nunmehr dem Berichterstatter der Arbeitskommission, Herrn Feinstein, das Wort. BERICHT DER ARBEITSKOMMISSJON. BERICHTERSTATTER SEEW FEINSTEIN (Arb., Polen — -spricht hebräisch): Unsere Kommission hat nur den ersten Teil ihrer Arbeit vollendet, nämlich die Anträge zur Frage der jüdischen Arbeit, ihrer Befestigung und Erweiterung. Das zweite Kapitel, betitelt „Arbeitsverhältnisse", ist noch nicht abgeschlossen. Im Kapitel „Awodah Iwrith" haben wir es uns zur Aufgabe gesetzt, den allgemeinen Worten, die bei jeder Gelegenheit, auf jeder zionistischen Zusammenkunft über die Bedeutung der jüdischen Arbeit gesagt werden, durch Taten größeren Nachdruck zu verleihen. Die Anträge, die sich auf Budgetfragen beziehen, haben wir an die Budgetkommission geleitet. Das erste Kapitel unserer Anträge setzt sich aus vier Gruppen zusammen, nämlich Arbeit auf dem Lande, Arbeit in der Stadt, Arbeit in Unternehmungen der Regierung und des internationalen Kapitals sowie schließlich Eroberung der Arbeit auf dem Meere, im Hafen und in der Fischerei. Die Kommission nahm alle Anträge mit Ausnahme eines Antrages einstimmig an. Ich verlese nunmehr Antrag i der Arbeitskommission (liest): i. Angesichts der Notwendigkeit, die jüdische Einwanderung nach Erez Israel zu erweitern und zu verstärken zur Sicherung des jüdischen Charakters der sich entfaltenden palästinensischen Wirtschaft, und damit sie die Möglichkeit bekomme, die verfolgten jüdischen Massen in der Galuth aufzunehmen, wendet sich der XIX. Zionistenkongreß an die gesamte jüdische Öffentlichkeit und an die jüdischen Arbeitgeber in Erez Israel mit dem Ersuchen, die Seele des Zionismus, die vollständige jüdische Arbeit, zu wahren und in den Wirtschaften die vielen Zehntausende zu beschäftigen, die aus der Galuth zurückkehren und im Lande eine Existenz finden wollen. Der Kongreß grüßt in Wertschätzung die Arbeiter und die Arbeitgeber, die in Stadt und Land, in den Häfen, in den Arbeiten am Meere und in der Regierungswirtschaft die jüdische Arbeit erhalten haben. MATTHIAS HINDES (Weltverein. Allg. Zion.y Polen — spricht jüdisch): Ich beantrage, im Antrag i die Worte „zur Sicherung des jüdischen Charakters der sich entfaltenden palästinensischen Wirtschaft" zu streichen. Ich sehe in dieser Formel eine sehr wichtige politische Erklärung, die man gegen uns in den Galuthländern ausnützen wird. Wenn wir sagen: „Angesichts der Notwendigkeit, die jüdische Einwanderung in Erez Israel zu erweitern und zu verstärken, und um die Wirtschaft Palästinas für die in der Diaspora gequälten jüdischen Massen aufnahmefähig zu machen", so genügt das. In den Worten, deren Streichung ich beantrage, liegt dagegen ein gewisser wirtschaftlicher Nationalismus, der gegen uns ausgebeutet werden wird. VORS. VIZEPRÄS. Dr. MOSSINSON: Wir erhalten in diesem Augen- , Wide die erschütternde Nachricht, daß der Oberrabbiner Palästinas Rabbi Kuk gestorben ist. (Der Kongreß erhebt sich und hört die Worte des Vorsitzenden stehend an.) Unter dem Eindruck dieser Nachricht können wir