Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 517 (sequence 522)
- Language
- German, English, Hebrew
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Szkolnik 517 vergrößerten Alijah steht und daß" es andererseits ein starkes Mißverhältnis zwischen Dorf und Stadt gibt. Vergessen Sie nicht, daß in Erez Israel, dem Land unserer Hoffnung und unserer Zukunft, der Prozentsatz der Landwirtschaft, die Grundlage unserer Wirtschaftspyramide, 10—12% im Vergleich zu der übrigen jüdischen Bevölkerung des Landes beträgt. Wenn wir den Dingen ihren Lauf lassen, wird sich das für uns schlecht auswirken. Damit wir bei einer Einwanderung von 50.000 Seelen jährlich nicht unter 10% herabsinken, müssen wir jährlich 5000 Seelen ansiedeln, das sind ungefähr 1000 Familien oder 1000 Wirtschaftseinheiten. Diese Anzahl von Familien aber müssen wir ansiedeln, wenn wir nicht unter diesen an sich schon niedrigen Prozentsatz heruntersinken wollen. Glücklicherweise hat in unserer Bewegung das Streben nach der Landwirtschaft nicht aufgehört. Nach Abschluß der Verträge und Konsolidierung der Siedlungen haben die inneren Kräfte der Bewegung die Arbeit zur Festsetzung auf dem Lande fortgesetzt. Schon existiert eine zweite Front von Siedlern — es sind die, welche sich in den mageren Jahren des Keren Hajessod sozusagen mit den Nägeln in den Boden verkrampften. Der Keren Kayemeth gab ihnen Boden, auf dem sie sich mit Hilfe ihrer Ersparnisse, des „Nir" und der Arbeiterbank ansiedelten und eine Art Wirtschaft schufen, die nicht wegzuleugnen ist. Dieses Vermögen erreicht heute die Höhe von vielen Zehntausenden Pfund. Jetzt stehen wir vor der Frage, wie die Mittel für die Konsolidierung dieser zweiten Siedlungsfront zu finden sind. Die Kolonisationskommission - stand einem Budget gegenüber, das in keiner Weise den Bedürfnissen entsprach. Sie wird Ihnen das Budget vorlegen, und Sie werden daraus ersehen, daß die Landwirtschaft, der Pfeiler der jüdischen nationalen Heimstätte, im kommenden Jahr ein Budget von 85.000 Pfund erhalten soll, einschließlich der Ausgaben für Administration und Instruktion. Die Kommission ist der Meinung, daß es keinen Sinn hat, sich hier mit der detaillierten Aufteilung dieses geringen Betrages zu befassen. Sie wählte daher einen zweiten Weg: die Kolonisationsabteilung legte der Kommission einen Plan vor, der 2500 Siedlungen aller Art umlaßt: Siedlungen von Mitgliedern der Histadruth, des Hanoar Hazioni, des Hapoel Hamisrachi, der Jemeniten und orientalischer Juden. Die Kommission ist zu dem Schluß gekommen, daß zu diesem Zweck 500.000 bis 600.000 Pfund nötig sind, d. h. ungefähr 250 Pfund pro Familie. Sie erinnern sich sicher, daß wir früher von einer Summe von 700 Pfund pro Wirtschaftseinheit sprachen. Nun sind wir so weit, daß wir dank den eigenen Mitteln und den Ersparnissen der Siedler diesen # Betrag auf 250 Pfund pro Einheit herabsetzen konnten. Ich werde Ihnen einen Antrag der Kolonisationskommission verlesen, der besagt, daß der Kongreß die Exekutive beauftragt, im Laufe der nächsten Jahre die Mittel zur Verwirklichung dieses Planes zu schaffen. Die Kommission bestätigte den Plan im Prinzip, dagegen erschien es uns unzweckmäßig, in die Einzelfragen hineinzugehen. Bei der Ausführung des Planes werden sich gewiß Änderungen für die einzelnen Siedlungen ergeben. In Ein Schemer wurde z. B., wie wir zu unserer Freude hier erfahren haben, Wasser gefunden, eine Tatsache, die die Aufnahmefähigkeit des Ortes sicher bedeutend vergrößert. Die entscheidende Aufgabe des Kongresses soll sein, die erforderlichen Mittel zu finden,