Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 516 (sequence 521)
- Language
- German, English, Hebrew
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516 Achtzehnte Kongreß-Sitzung. Sonntag, 1. September 1935, nachmittags. Beginn der Sitzung: 16 Uhr 5 Min. Vorsitz: Vizepräs. Dr. B. Mossinson. BERICHT DER KOMMISSION FÜR LANDWIRT¬ SCHAFTLICHE KOLONISATION. BERICHTERSTATTER LEVI SZKOLNIK (Arb., Erez Israel — spricht hebräisch): Wir stehen heute vor dem Abschluß des ersten Kapitels unserer Kolonisation* Dieses Kapitel begann vor 2$ Jahren und erreichte seinen Höhepunkt in den Jahren nach dem Kriege, einer Zeit, in der der Keren Hajessod gegründet wurde und unsere nationalen Fonds die Kölonisation im großen Maßstab begannen. Viele Stürme gingen über dieses Kolonisationswerk hinweg; Gegner und Kritiker von innen und außen erhoben sich allezeit dagegen. Jetzt stehen wir vor dem Abschluß dieser Epoche, der sich in der Konsolidierung der Siedlungen und in der Unterzeichnung der Verträge des Keren Hajessod mit den Siedlern ausdrückt. Die zionistische Öffentlichkeit kennt die Kritiky die sich über dieses Ansiedlungswerk und über die Siedler ergoß: die Kolonien seien nicht rentabel, die Formen der Kwuzah und auch des Moschaw seien nicht zweckentsprechend, sondern gefährliche sozialistische Experimente. Sie haben als treffende Antwort auf diese Kritik das Referat von Dr. Ruppin über die Erfolge und praktischen Ergebnisse dieser Kolonisationsformen gehört. Für uns Siedler war das entscheidende Kriterium stets die Lage der Wirtschaft und ihr Erfolg, für der Landwirtschaft unkundige Kritiker aber ist das der beste Maßstab. Alle Wirtschaften haben dieses Jahr mit ziemlich großem Gewinn abgeschlossen. Unsere landwirtschaftlichen Siedlungen haben einen deutlich sichtbaren Höhepunkt erreicht und haben sich vor den Rekorden der gemischten Wirtschaft in anderen Ländern nicht zu schämen. Auch in der Frage der Verträge können wir bezeugen, daß die Siedler, die einige Kritiker und Gegner verdächtigten, daß sie die Verträge nicht einhalten würden, die Forderungen der zionistischen Exekutive erfüllt und grundsätzlichen Änderungen der Verträge zugunsten des Keren Hajessod zugestimmt haben, um den juristischen und den Darlehenswert der Verträge zu erhöhen. So stimmten z. B. die Ansiedler zu, die Tilgungsfrist der Vertragsschuld um einige Jahre vorzuverlegen und verzichteten auf die in den früheren Verträgen vorgesehene Ubergangsperiode. Auf Grund der neuen Verträge sind unsere Siedlungen verpflichtet, mit der Abzahlung im Jahre 1936 zu beginnen. Wir werden dieses Jahr die ersten Rückzahlungen an den Keren Hajessod erleben. Zu besonderer Freude liegt freilich kein Grund vor. Denn man darf nicht vergessen, daß das Ausmaß der Kolonisation in keinem Verhältnis zu der