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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 515

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 515 (sequence 520)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Zuchowiecki, Mo$sinson 515 Funken an Sie weitergegeben, der in seinem Herzen verborgen war. Er hat Mühsal und Leiden ertragen und die Besitztümer unseres Volkes gehütet. Er hat Ihnen den Weg bereitet, die Flamme an Sie weitergeleitet, die in seinem Herzen loderte. Er hat Tag und Nacht nicht geruht, immer nur gegeben, niemals empfangen und sucht heute vergeblich Befriedigung für die Wünsche seines Herzens. Er hat alles gebaut, was es bis heute in der Galuth gab. Ein Teil der Arbeiter ist von uns gegangen und hat seine Befriedigung auf anderen Wegen, in fremden Gedanken und Ländern gefunden. Was ist unserem Volke geblieben, welches ist die Säule, auf der wir unseren ganzen Bau errichten? Der Mittelstand, Ihr, die Arbeiter, seid die Söhne des Mittelstandes, mit dieser Kraft habt Ihr euren Bau errichtet. Daher habe ich unseren Vätern gesagt: Wisset, daß diese Söhne mit allen ihren Mängeln und Fehlern die besten Söhne sind; wir haben keine anderen. Dasselbe sage ich Euch, den Linken: Bei all den Fehlern, die Ihr auf dieser Seite findet, habt Ihr keine besseren Väter; das ist das Volk, ihm müssen wir helfen. Wir müssen diesen Menschen helfen, aus ihrer schweren Lage herauszukommen und zu einem anderen Leben überzugehen, auch wennjhnen eure Jugendkraft fehlt. Wir müssen Ihnen Privilegien einräumen, damit sie ihr Leben umgestalten können, selbst wenn das kostpielig ist. Wir wollen doch nicht diese Menschen zur Spekulation treiben. Wenn wir diesen Stand für krank halten, müssen wir ihn heilen. Deshalb finde ich, daß man ihm am Kolonisationsbudget nicht den genügenden Anteil gegeben hat. Das Schicksal des Mittelstandes ist in den Händen der Exekutive, und wir hoffen, daß sie ihre Aufgabe verstehen wird. Ich verlange von Euch, von dem gesündesten Teil des Jischuw, daß Ihr Euch nicht beklaget, wenn wir für die schwächsten Menschen Privilegien verlangen, die gesund werden und ebenfalls ein schöpferisches Leben leben wollen. Noch einige Worte über die anderen Beschlüsse. Unter unseren Anträgen findet sich einer über die Schaffung eines Landwirtschaftsrates. Dieser soll nach unserer Ansicht ein Teil des Wirtschaftsrates sein, der Ihnen sicher von der Organisationskommission vorgeschlagen werden wird. Sie kennen gewiß den Zustand in unserem Lande, daß alle Institutionen allmählich unseren Händen entgleiten und einen Staat im Staate bilden. Das Steuer ist nicht mehr in der Hand der Exekutive. Diese neue Wirtschaftsautonomie kann uns vernichten, wenn wir nicht alles tun, um die Zügel in die Hand zu bekommen. Das müssen wir jetzt tun, sonst wird es zu spät. Die geeignete Form ist der Wirtschaftsrat, an dem sich auch die Vertreter der Landwirtschaft, der Industrie und des Handels beteiligen werden. Sie werden gemeinsam mit unserer Exekutive arbeiten. Durch die Errichtung eines Wirtschaftsrates werden sich auch die Personen, die unsere Wirtschaft aufbauen und noch nicht mit uns arbeiten, an unserer Arbeit beteiligen. Wir werden sie in den Tätigkeitsbereich der Exekutive einbeziehen können, natürlich nur mit beratender Stimme, und sie werden uns beim Aufbau unseres Werkes helfen. (Beifall) PRÄS.-SEKR. DR. G. HERLITZ verliest darauf Ankündigungen. VORS. VIZEPRÄS. DR. B. MOSSINSON: Wir vertagen nunmehr unsere Beratungen bis nachmittag um 16 Uhr. Schluß der Sitzung: 12 Uhr 4; Min. nachmittags. 33*

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