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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 513

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 513 (sequence 518)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9559-3485710
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Szold, Mossinson, Zuchowiecki 513 Gesundheitsfürsorge für die Familie, mit anderen Worten: die weitgehendste Betreuung des Einwanderers) die Einwanderer vom ersten Moment ihrer Einwanderung an begleiten muß, und betrachtet es als Aufgabe sowohl der Gesamtbewegung wie des Jischuw, alles zu tun, um die Mittel für die Bedürfnisse der produktiven sozialen Fürsorge, für die Einwanderer aus allen Ländern sicherzustellen. Resolution 2 wird gleichfalls einstimmig angenommen. BERICHTERSTATTERIN MISS SZOLD: Ich verlese endlich die 3. Resolution (liest): 3. Der Kongreß lenkt die Aufmerksamkeit der Exekutive auf die dringende Notwendigkeit hin, die Einwandererheime (Bäte Olim) so umzugestalten, daß sie den Bedürfnissen der Familieneinwanderung, die einen bedeutenden Teil der neuen Alijah darstellt, entsprechen. Vor allem muß dafür gesorgt werden, daß die Kinder der Einwanderer besondere geeignete Unterkunft und Betreuung in den Heimen finden. Resolution 3 wird ebenfalls einstimmig angenommen. VORS. VIZEPRÄS. Dr. MOSSINSON: Ich danke der Berichterstatterin Miß Szold und der Kommission für die geleistete Arbeit. Wir kommen nunmehr zum Bericht der Kommission für ländliche Kolonisation. Das Wort hat Herr Zuchowiecki. BERICHT DER KOMMISSION FÜR LÄNDLICHE KOLONISATION. BERICHTERSTATTER SCHMUEL ZUCHOWIECKI (Weltverein. Allg. Zion.} Erez Israel — spricht hebräisch): Ich will nur über einige Punkte sprechen. Das zweite Mitglied des Vorsitzes in der Kommission wird später alle Anträge der Kommission für ländliche Kolonisation verlesen. Darunter befinden sich zwei, über die ich jetzt sprechen will. Der eine betrifft den Bodenwucher. Vor zwei Jahren habe ich von dieser Tribüne über diese verabscheuenswerte Frage gesprochen. Sie haben damals einen ausdrücklichen Beschluß gefaßt, aber bis jetzt ist nichts geschehen. Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, daß sich inzwischen diese Krankheit in erschreckender Weise verbreitet hat und daß sie unsere Existenz gefährdet und unsere Bewegung zerstört. Sie wissen sicherlich, daß sich diese Fäulniserscheinung bei manchen Regierungen gezeigt und zu Krisen, Regierungsstürzen und Revolutionen geführt hat. Wenn das schon in Ländern geschehen konnte, die seit langem festen Bestand haben, um wieviel größer ist die Gefahr für unsere Bewegung und unser Aufbauwerk, die noch jung und schwach sind. Diese Krankheit ist imstande, alles zu zerstören, und unsere ganze bisherige Leistung wird uns dann nichts nützen und nicht verhindern, daß unser Werk in Trümmer geht. Es gibt ja kaum ein Haus in Erez Israel, das nicht unter dieser Krankheit der Spekulation leidet, und der Tag ist nicht allzu ferne, da wir dieses Unheil nicht mehr werden beseitigen können. Man besudelt unser Land, vergeudet unsere Kraft und unser Geld. Wir sind heute schon so weit, daß es auch in entfernteren Zonen nicht möglich ist, Boden zu kaufen, weir auch dorthin die Spekulation langt. Wir wenden uns jetzt an Sie, Beschlüsse werden Sie sicher auch diesmal einstimmig fassen, aber das wird nicht helfen, wenn wir nicht alle notwendigen Kampfmittel anwenden. Es ist richtig, daß wir keine Zwangsmittel 33

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