Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 512 (sequence 517)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Haifa 1× ep/1047930
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512 /7. Kongreß-Sitzung: Bericht d. Kommission /. soziale Fürsorge pathen, der Verlassenen und Vernachlässigten, das ist ein Problem, das wir nach und nach selbst lösen müssen. Ich spreche nur von den normalen Kindern, den Kindern der Immigranten. Sie werden sagen: Welch ein Kontrast zwischen der Prosperity und dem Bild, das hier entrollt wird! Dieser Kontrast besteht, und er ist sehr leicht zu erklären. Die Pflanzungen, die Fabriken, die kommerziellen Unternehmungen haben Mittel, die organisierte Judenschaft in Palästina hat noch keine Mittel. In einigen Zentren, zum Beispiel in Haifa, haben sich einige Ansätze entwickelt, in Jerusalem noch nicht. Audi in den Moschawim besteht ein Anfang, aber im allgemeinen ist die organisierte Bevölkerung Palästinas, der Teil des Jischuw, der sich mit diesen Fragen beschäftigt, vom Standpunkt der Geldmittel gesehen, sehr schwach. Was die Betreuung betrifft, so haben wir durch die Arbeit unter den deutschen Einwanderern gelernt. Nur für die deutschen Einwanderer konnten wir Verschiedenes tun, weil ein Fonds zur Verfügung stand. Dort haben wir gesehen, wie rasch man die Einwanderer produktivieren kann. Der Appell, den ich an Sie richte, besteht darin, zu den 250 Pfund, die der Jischuw bereit ist, monatlich für diese Betreuung aufzubringen, und den 250 Pfund, die die deutsche Abteilung zur Verfügung stellen wird, noch weitere 500 Pfund monatlich zu geben. Mit einem Betrag von 1000 Pfund monatlich werden wir zur Not diese Betreuung durchführen können. (Lebhafter Beifall) Ich will Ihnen nunmehr die Empfehlungen unserer Kommission für die soziale Fürsorge vorlesen (liest): 1. Der Kongreß drückt seine volle Anerkennung für die große Pionierarbeit aus, die seitens der Abteilung für soziale Arbeit beim Waad Leumi auf dem Gebiete der konstruktiven sozialen Hilfe geleistet wurde. Der Kongreß sieht in diesem sozialen Werk, das im engsten Zusammenhang mit anderen auf diesem Fürsorgegebiet tätigen Organisationen im Lande ausgeführt wird und die zahlreichen, dringenden Bedürfnisse des Jischuw und der Einwanderer zu befriedigen bestrebt ist, ein zionistisch-produktives Instrument ersten Ranges für den Aufbau des Landes und insbesondere für die Einordnung und Verwurzelung der Alijah im Lande. Ich möchte im Anschluß an die Verlesung meiner Anträge eine Bitte an Sie richten: Es befinden sich hier einige Palästinenser, welche die Fürsorge im Lande von verschiedenen Seiten aus kennen. Bevor die Resolutionen dem Kongreß zur Abstimmung vorgelegt werden, möchte ich Sie bitten, irgend einem der Palästinenser das Wort zu geben, damit er meine Darstellungen ergänzen kann. VORS. VIZEPRÄS. Dr. MOSSINSON: Es tut mir sehr leid, aber ich kann das nicht tun. Nach dem Bericht einer Kommission kann nur jemand sprechen, der in der Kommission einen Minoritätsantrag gestellt hat, aber Ergänzungen gibt es nicht. Resolution 1 wird darauf einstimmig angenommen. BERICHTERSTATTERIN MISS SZOLD: Ich verlese sodann die 2, Resolution (liest): 2. Der Kongreß gibt seiner Meinung dahingehend Ausdruck, daß diese soziale Fürsorge (Unterweisung der Einwanderer, Schaffung von UnterkunftsmögHdikeiten, Arbeitsbeschaffung, Unterbringung, Fürsorge und Erziehung der Kinder,