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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 509

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 509 (sequence 514)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9555-3485706
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Kaznelson, Mossinson, Szold 509 und das Eintrittsgeld zahlt für ihn die Exekutive. Es interessiert uns momentan nicht, woher dieses Geld stammt, aus der Kasse der Exekutive oder aus dem Beitrag des Einwanderers. Aber die Erfahrung hat uns gelehrt, daß es ungerecht ist, die zweite Hälfte der Zertifikatsempfänger, die auch zur Kategorie der Chaluzim gehören und auf Krankenversicherung angewiesen sind, von dieser Regelung auszuschließen. Ferner verlangen wir, daß der Einwanderer, der im Laufe dieses einen Monates den Wert dieser Institution nicht erkennen kann und sie daher nach Ablauf dieses Monates verläßt, für drei Monate versichert werde, damit er den Wert der Institution kennenlernt und nachher freiwillig in ihr verbleibt. Die Anträge der Kommission für das Gesundheitswesen werden vom Kongreß einschließlich der von Dr. Mossinson beantragten Einfügung zu Punkt A, Absatz 4, einstimmig angenommen. VORS. VIZEPRÄS. Dr. B. MOSSINSON: Ich danke dem Herrn Berichterstatter und der Kommission für die von ihnen geleistete Arbeit. Wir kommen nunmehr zum Bericht der Kommission für soziale Fürsorge. Das Wort hat Miß Szold. BERICHT DER KOMMISSION FÜR SOZIALE FÜRSORGE. BERICHTERSTATTERIN MISS HENRIETTA SZOLD (A. C. — von stürmiscloem Beifall begrüßt, spridn deutsch): Ich freue midi, daß es mir vergönnt ist, diese Frage vor den Kongreß zu bringen. Es ist mir vor allem ein Beweis dafür, daß sich der Kongreß der Wichtigkeit dieses Problems und der Bedeutung, die es durch die große Einwanderung nach Palästina erlangt hat, bewußt ist. Ich kann Ihnen jedoch nicht, wie es mein Vorredner tat, eine kurze Skizze über unsere Fürsorgearbeit in Palästina ersparen. Wir streben vor allem eine soziale Gesetzgebung an, aber wir werden diese Gesetzgebung nicht erhalten, solange wir nicht eine gut fundierte soziale Fürsorge im Lande haben, solange wir der Regierung nicht nachweisen können, welche Zustände in einem Lande mit vielen Krankheiten und einem großen jährlichen Zuwachs, wie es in Palästina der Fall ist, herrschen. Wir müssen daher vor allem praktische Arbeit leisten. Bis vor vier Jahren geschah in Palästina nichts, um eine koordinierte soziale Fürsorge herbeizuführen. Es gab zwar viele Verbände, die sich mit der sozialen Fürsorge beschäftigten, mit den Kolelim angefangen. Diese Einzelverbände beschäftigten sich aber und beschäftigen sich noch heute mit speziellen Aufgaben. Heute gibt es bereits in sich geschlossene Institutionen, die völlig modern arbeiten; als Beispiel führe ich die Histadruth Naschim Zionioth an, die mehr als zwanzig lokale Vereine geschaffen hat und Kinderpflege betreibt, dann die Hadassah, welche Mütterberatungsstellen geschaffen hat und Kinder im vorschulpflichtigen Alter betreut. Es gibt ferner eine ganze Reihe von autonomen Organisationen, die sich mit verschiedenen Zweigen der Fürsorge befassen. Was uns aber vollkommen fehlte, war die Koordinierung dieser Fürsorge. Als vor vier Jahren die Verordnung der Regierung erschien, welche der

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