Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 508 (sequence 513)
- Language
- German, English, Hebrew
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508 77. Kongreß-Sitzung: Bericht der Gesundheitskommission B. FORDERUNGEN AN DIE EXEKUTIVE. 1. Der Kongreß betont die unbedingte Notwendigkeit, die sanitäre Aufsicht in den landwirtschaftlichen Siedlungen und Arbeiterlagern in den Kolonien zu verstärken, und beauftragt die Exekutive, den Waad Leumi in der Schaffung einer Stelle bei seiner Gesundheitsabteilung zu unterstützen, die die Aufgabe haben soll, die systematische Aktion zur Hebung der sanitären Bedingungen und zur Vermeidung epidemischer Erkrankungen in den landwirtschaftlichen Siedlungen zentral durchzuführen. 2. Der Kongreß beauftragt die Exekutive, die bestehende Krankenversicherung, die den chaluzischen Olim für einen Monat im Falle ihrer Erkrankung Hilfe gewährt, auf alle Zertifikatsinhaber und auf eine Mindestzeit von 3 Monaten auszudehnen. 3. Der Kongreß weist mit allem Nachdruck darauf hin, daß die umfangreiche Einwanderung den Palästina-Ämtern strengste Durchführung der vom Alijah-Dcpartcment ausgegebenen medizinischen Richtlinien für die Erteilung der Zertifikate zur unbedingten Pflicht macht und daß die durch den Arzt bestätigte Eignung die Voraussetzung der Zertifikatserteilung sein muß. Er beauftragt die Exekutive, den ärztlichen Dienst bei den Palästina-Ämtern den Bedürfnissen der Alijah organisatorisch anzupassen und auszubauen. 4. Der Kongreß weist auf die völlig unzulänglichen sanitären Verhältnisse in den Hachscharah-Zentren und Kibbuzim betreffend Unterbringung, Ernährung, medizinische Hilfe und hygienische Belehrung hin und fordert von der Exekutive, von den ihr zu Gebote stehenden Mitteln für Hachscharah die zur Behebung der Mißstände notwendigen Beträge zur Verfügung zu stellen. 5. In Anbetracht der Bedeutung der körperlichen Ertüchtigung der Jugendlichen in Palästina und in den Ländern der Golah verlangt der Kongreß v«vi der Exekutive die Errichtung einer Zentralstelle für Leibesübungen, die insbesondere folgende Aufgaben hat: a) Ausbildung von Lehrern und Instruktoren für Sport- und Leibesübungen. b) Organisation und Überwachung der körperlichen Erziehung in den Schulen, c) Förderung der Körperkultur in den zionistischen Jugendorganisationen, besonders in den Hachscharah-Zentren. d) Förderung der jüdischen Sportbewegung in Palästina und in den Ländern der Golah. Soweit diese Aufgaben Palästina betreffen, sollen sie gemeinsam mit dem Waad Leumi durchgeführt werden. VORS. VIZEPRÄS. Dr. MOSSINSON: Ich möchte vorschlagen, in Punkt A, Absatz 4, die ersten Worte folgendermaßen zu formulieren: „Der Kongreß weist mit Bedauern auf . . ,,fc BERICHTERSTATTER Dr. A. KAZNELSON: Ich bin namens der Kommission mit diesem Zusatz einverstanden. Ich möchte ferner zu Punkt A Absatz 5, folgende Aufklärung geben: Dieser Punkt hängt mit dem bereits veröffentlichten, iedoch ^rs,, am 1. Dezember in Kraft tretenden Gesetz über die Beschränkung der Praxis der neu einwandernden jüdischen Ärzte zusammen. Bisher gab es kein Gesetz, das die Ausübung von freien Berufen beschränkte. Hier hat die Regierung zum erstenmal ein Gesetz veröffentlicht, das sie berechtigt, eine Quote für jüdische Ärzte festzusetzen, das heißt, die Regierung hat die Möglichkeit, diese Quote gleich Null zu setzen. Wir haben dagegen protestiert. Die Verhandlungen dauerten eineinhalb Jahre, die Regierung aber bestand auf ihrer Forderung, und am 1. Dezember tritt das Gesetz in Kraft. Zu Punkt B, Absatz 2, ist folgendes zu sagen: Heute ist es üblich, daß jeder Chaluz von dem Momente an, da er das Land betritt, automatisch m der Kupath Cholim versichert ist. Den Beitrag für den ersten Monat