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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 506

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 506 (sequence 511)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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606 ij. Kongreß-Sitzung: Bericht der Gesundheitskommission hauses siebenmal so hoch ist. Noch einige Unterstützungen der Regierung wurden in der letzten Zeit erreicht, so unter anderem das Versprechen, sich an der Errichtung der Universitätsklinik mit 6000 Pfund zu beteiligen. Obwohl alle diese Beträge gegenüber unserem Budget und auch im Vergleich mit dem 200.000 Pfund betragenden Gesundheitsbudget der Regierung niedring sind, ist doch, wie Sie sehen, eine Wendung zum Besseren eingetreten. Wir werden natürlich unseren Kampf um Erhöhung dieser Unterstützung nicht aufgeben. Auch in dieser Richtung hat die Kommission gewisse Beschlüsse gefaßt. Nun zum Punkte Krankenversicherung. Ich habe schon erwähnt, auf welche hohe Stufe die Kupath Cholim sich entwickelt hat, an deren Ausgaben sich die Regierung mit keinem Groschen beteiligt. Wir forderten von der Regierung zweierlei: vor allem ein Gesetz betreffend Pflichtversicherung. Jahrelang wurde darüber verhandelt. Einer speziellen Regierungskommission, die sich mit der Arbeitsgesetzgebung befaßt, wurde ein Antrag unterbreitet, im Lande die obligatorische Versicherung einzuführen. Die Regierungsvertreter in der Kommission waren jedoch dagegen, obwohl ihre anderen Mitglieder, und zwar Juden wie Araber, den Antrag unterstützten, und so wurde nichts daraus. Die Krankenkasse ist bis zum heutigen Tage eine freiwillige Institution geblieben, was die Versicherung aller Arbeiter unmöglich macht. Die Frage ist besonders dadurch erschwert, daß die Kupath Cholim von den Arbeitgebern nicht den in anderen Ländern üblichen Prozentsatz bekommen kann. Unsere zweite Forderung ging dahin, der Kupath Cholim eine Subvention zu gewähren. Wir verlangen das schon seit Jahren, speziell für das Krankenhaus im Emek. Monate lang befaßte sich eine Regierungskommission mit der Frage, aber unsere bescheidene Forderung von 1400 Pfund wurde abgewiesen. Wir beschäftigten uns in der Kommission mit zwei weiteren Fragen. Von großer Bedeutung ist hierbei die ärztliche Aufsicht über Alijah und Hachschar ah. Miß Szold wird Ihnen näheres über den schlechten Zustand berichten, in dem sich oft die neuen Einwanderer befinden sowie auch darüber, in welche Lage unsere Einrichtungen in Palästina dadurch geraten, daß die Palästina-Ämter oft Einwanderer mit chronischen Leiden, manchmal sogar hoffnungslose Fälle, ins Land schicken. Wir sehen uns daher veranlaßt, vom Kongreß zu fordern, daß die Palästina-Ämter die medizinischen Instruktionen des Alijah-Departements strikt befolgen. Die ärztliche Aufsicht über die Hadischara ist nicht minder wichtig. Von allen Seiten beklagt man sich über die schrecklichen sanitären Verhältnisse in den Hachscharah-Kibbuzim, in denen die Chaluzim heute eher Arbeitsinvaliden werden, als die nötige Vorbereitung bekommen. Wir müssen unbedingt die Hachscharah-Plätze in der Galuth in einen sanitären Zustand bringen, daß die Einwanderer die schweren Bedingungen der ersten Zeit im Lande zu überstehen imstande sind. Der Kongreß muß dieser Frage die entsprechende Aufmerksamkeit widmen. Der letzte Punkt unserer Anträge hängt in einem gewissen Maße mit der : Hachsdiarah der Jugend zusammen, denn er befaßt sich mit der körperlichen; Erziehung der Jugend. Obwohl wir an Sportvereinen reich sind, ist dieses Gebiet sehr vernachlässigt. Besondere Bedeutung hat die körperliche Er-

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