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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 505

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 505 (sequence 510)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9551-3485702
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Kaznelson 505 daran, sich von neuen Verpflichtungen zu befreien. Es werden Jetzt Verhandlungen gepflogen über neue Arbeiten, die die Hadassah nicht auf dem Gebiete des Gesundheitswesens, sondern auf anderen sehr wichtigen Gebieten übernehmen will. Jedenfalls wird diese Tendenz, die medizinischen Institutionen nach und nach der Knesseth Israel zu übergeben, den Jischuw zu noch größeren Anstrengungen verpflichten. Unter diesen Umständen ist es sehr begreiflich, daß wir es in den letzten Jahren für unsere Pflicht angesehen haben, eine Offensive auf die Regierungskasse zu unternehmen. Dies war wichtig und notwendig nicht nur von prinzipiellen Gesichtspunkten, sondern weil wir einfach nicht imstande waren, die Last der Sorge für das Gesundheitswesen ohne Hilfe der Regierung zu tragen. Erlauben Sie mir einige Worte zu dieser Frage. 14 Jahre lang haben wir von der Regierung für das Gesundheitswesen keinen Pfennig erhalten: wir hatten zwar vom Gesundheitsdienst der Regierung direkt gewissen Nutzen, aber für unsere eigenen Institutionen erhielten wir aus der Regierungs-- kasse nichts. Die erste Subvention^ die die Regierung einem jüdischen medizinischen Institut Erez Israels nach langen Verhandlungen gewährte, war der geringe Betrag von 2000 Pfund für das Krankenhaus in Tel-Aviv. Diese Bewilligung erfolgte nicht als Unterstützung eines jüdischen Institutes, sondern für ein städtisches, genau so wie die Krankenhäuser der arabischen Städte unterstützt werden. Dagegen wurden alle unsere Forderungen nach Befriedigung der Bedürfnisse, die von den Regierungsinstituten nicht befriedigt werden können, abgewiesen. Auf alle Hinweise und Memoranden an die Regierung bekamen wir immer die gleiche Antwort: „Wir tun, was wir können; was den Arabern genügt, muß auch euch genügen. Wenn Ihr medizinische Institutionen und Hilfsdienste schaffen wollt, dann auf eure Rechnung!" Zum erstenmal gelang es vor genau drei Jahren, im September 1932, der politischen Abteilung der Jewish Agency, oder besser gesagt, Arlosoroff, diese Tradition in direkten Verhandlungen mit der Regierung zu brechen, und die Regierungspolitik nahm eine neue Richtung an — die sympathische Haltung des High Commissioners soll dabei nicht unerwähnt bleiben. Die Zentralregierung beschloß, sich in doppelter. Form an unseren Institutionen zu beteiligen: in Form einer jährlichen Subvention für unsere Institutionen und verschiedene Dienste, sowie in Form einer einmaligen Subvention zum Bau von Krankenhäusern. Die Ergebnisse waren sehr gering. In diesem Finanzjahr bekamen wir von der Regierung eine dreifache Unterstützung: eine jährliche Subvention von 6500 Pfund für Hygiene in den Schulen, Kinderfürsorge und für das Krankenhaus für Lungenkranke in Safed sowie 4600 Pfund für den Bau zweier Krankenhäuser. Die Beträge sind sehr niedrig, sie schufen jedoch einen Präzedenzfall, auf den gestützt wir uns nun Jahr für Jahr mit einem gewissen Erfolg bemühen, die Subvention zu erhöhen. Im Laufe der drei Jahre, in denen wir diese Subventionen bekommen, erhielten wir insgesamt 25.000 Pfund, davon die Hälfte für Neubauten, die Hälfte als Subvention — nidit inbegriffen 5800 Pfund jährliche Subvention für das städtische Krankenhaus in Tel-Aviv. Auch das ist ein sehr niedriger Betrag, wenn man bedenkt, daß das Budget des Kranken-

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