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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 504

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 504 (sequence 509)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9550-3485701
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504 ijt Kongreß-Sitzung: Bericht der Gesundheitskommission Fälle von Typhuskranken gab. Damit Sie einen Begriff bekommen, was diese Ziffer bedeutet, will ich Ihnen sagen, daß England mit 40 Millionen Einwohnern im selben Jahre nur 2500 Fälle von Typhuskranken hatte. Audi im Jahre 1935 war die Lage an einigen Stellen des Landes ernst. In Huldah erkrankten 30 Mitglieder der Kwuzah an Typhus, d. h. ein Drittel der Siedler. Im Kibbuz Rodges erkrankten 55 Mitglieder der Kwuzah, d. h. ungefähr die Hälfte. An beiden genannten Plätzen gab es insgesamt 7 Todesfälle. Kleinere Ausbrüche von Epidemien gab es ferner in Giwath Chajim, Kfar Witkin und einigen Punkten des Emek Jarden und Emek Jesreel. Man kann also über den Gesundheitszustand in Palästina nicht urteilen auf Grund der optimistischen Mitteilungen, daß wir uns bereits von den Landeskrankheiten befreit haben. Diese Sachlage erfordert von uns eine Tätigkeit nach zwei Richtungen: 1. Es muß eine systematische Tätigkeit für die Besserung der sanitären Verhältnisse in den Siedlungen und in den Kibbuzim der Kolonien eingeleitet werden. 2. Von der Regierung und unseren Institutionen ist ein energischer Kampf gegen die Epidemien zu führen, wobei diese beiden Faktoren dauernd zusammenzuarbeiten haben. In diesem Sinne sind auch die Anträge der Kommission abgefaßt, die ich Ihnen gleichzeitig mit anderen Resolutionen vorlegen werde. Eine andere Frage, die uns lange beschäftigte und uns noch jetzt viel zu schaffen macht, ist die Frage unseres Anteils an dem Budget der Regierun; für Gesundheitszwecke. Es dürfte der Öffentlichkeit noch nicht bekannt sein, daß wir in der letzten Zeit auf dem Gebiete des Gesundheitswesens vom finanziellen Standpunkt aus beinahe die Emanzipierung des Jischuw erreicht haben. Im Jahre 1935 wird das Budget für medizinische Hilfe, das von der Hadassah, der Krankenkasse der Histadruth, der Kupath Chblim Amamith. den öffentlichen Krankenhäusern in Tel-Aviv und Haifa bestritten wird, die Summe von 300.000 Pfund erreichen. Der einzige Beitrag, der aus dem Ausland kommt, ist der der Hadassah in Höhe von 40.000—45.000 Pfund. Das bedeutet, daß der Jischuw selbst zur Erhaltung unserer medizinischen Institutionen und zur Durchführung der ganzen Arbeit auf dem Gebiete der medizinischen Hilfe beinahe eine Viertelmillion Pfund beiträgt. In diesem Zusammenhang darf und soll auch erwähnt werden, daß das Budget der Krankenkasse der Histadruth allein etwa 200.000 Pfund beträgt, ohne daß sie aus irgend einem Fonds einen Zuschuß erhält. Ich habe bereits erwähnt, daß die Hadassah der einzige Faktor im Auslände ist, -der heute noch zum Gesundheitswerk beiträgt. Es ist eine sehr große Leistung, wenn Sie berücksichtigen, was für eine schwere wirtschaftliche Krise jetzt in Amerika herrscht, und welche unbefriedigenden Resultate der Kcren Hajessod dort erzielt hat. Bei der Hadassah besteht jetzt die Tendenz, die man grundsätzlich nur begrüßen kann, ihre Tätigkeit in Palästina nach und nach dem organisierten Jischuw zu übertragen. Vor einigen Jahren haben die Ortsgemeinden die Krankenhäuser übernommen. Jetzt beabsichtigt die Hadassah, ihre Arbeit auf dem Gebiete der öffentlichen Gesundheitspflege dem Waad Leumi zu übergeben, desgleichen ihre andere medizinische Tätigkeit, bis auf das Universitätskrankenhaus in Jerusalem, das auf dem Skopus gebaut werden soll. Aber die Hadassah denkt nicht

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