Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 495 (sequence 498)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ben-Gurion, Weinstein, Goldmann, Bogratschoff 493 VORS. VIZEPRÄS. DR. GOLDMANN: Die Delegierten des Haschomer Hazair auf diesem Kongresse ersuchen das Präsidium, zu erklären, daß sie sich bei der vorgestrigen Abstimmung über den Schabbath der Stimme enthalten haben. (Zwischenruf DR. JEHUDA OHRENSTEIN: Ich bitte das ins stenographische Protokoll aufzunehmen, zum Andenken für künftige Generationen.) WAHL DES NOMINATIONSAUSSCHUSSES. VORS. VIZEPRÄS. DR. GOLDMANN: Das geschieht ohnedies, Ihre Bemerkung war nicht am Platze. Ich verlese jetzt die Namen der Mitglieder des Nominations-Ausschusses, welche vom Kongreß noch bestätigt werden müssen. Es sind die folgenden: L. N. Ettingen, M. Margulies (W* eltverein. Al$g. Zian.), Dr. Schwarzbarth, Dr. Adlersberg (IPeltverb. Ällg. ZionT)? Dr. Tartakower, I. Idelsohn (Arb.), N. Moskowsky, M. Gutkowsky (Judenst.), D. Pinkas, Dr. S. Feldmann (Misr.). Da sich kein Widerspruch erhebt, erkläre ich die Wahl als vollzogen. Nunmehr w£rd die Debatte fortgesetzt; das Wort hat Herr Dr. Bogratschoff. DIE DEBATTE ÜBER DIE KULTURFRAGEN. (Fortsetzung und Schluß.) DR. CHAIM BOGRATSCHOFF (IPeltverb. Allg. Zion., Erez Israel — spricht hebräisch): Was hat die Zionistische Organisation für die jüdische Kultur, für die Erhaltung und Erfüllung der Lehre Israels/ getan? Dieses Problem wurde hier durch den Misrachi aufgerollt. Und als Antwort auf diese Frage stelle ich an den XIX. Kongreß zwei Anträge ohne Kompromiß: 1. In der künftigen Zionistischen Exekutive soll es ein besonderes " hebräisches Departement geben, eines der Mitglieder der Exekutive soU an seiner Spitze stehen und seine ganze Zeit und Kraft der Kulturarbeit in Erez und in der Golah widmen. 2. Ein Kulturfonds auf den Namen von Chaim Nachman Bialik soll proklamiert werden. Gestatten Sie mjir jetzt, da wir den Namen Biäliks erwähnen, Ihnen zu erzählen, was Bialik über die Frage gesagt hat, was die Zionistische Organisation und die nationale Bewegung getan hat, um den Bibelvers zu erfüllen, den hier unsere Rabbiner vom Misrachi, insbesondere Raw Arniel zitiert haben, der nicht in solch polemischem Ton wie Raw Berlin gesprochen hat. Chaim Nachman Bialik hat in Palästina nicht nur die Institution des Oneg Schabbath geschaffen, sondern auch versucht, den Erew Schabbath neu zu gestalten, und dazu hat er die Schüler der Schulen eingeladen. Als wir uns mit unseren Schülern in der großen Halle versammelten, lehrte er die Kinder, wie sie den Schabbath empfangen sollten. Nachher gingen wir, Bialik, ich und noch ein Freund, am Meeresstrand spazieren. Er